Moondawn (1976)

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Album-Bewertung Moondawn (1976)

..........10 Punkte - ein Meisterwerk
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............5 Punkte - eher durchschnittlich
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Keine Stimmen
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............0 Punkte - nicht anzuhören
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............X ich kenne das Album (noch) nicht
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Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 22

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The Bishop
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Moondawn (1976)

Beitrag von The Bishop » Do 20. Jan 2011, 21:51

ALBUM-INFO
[attachment=0]Moondawn.jpg[/attachment]
Artist: Klaus Schulze
Titel: Moondawn
Recorded: 1976
Performed: KS, Harald Großkopf (drums)

Titel:
1) Floating (27:13)
2) Mindphaser (25:35)
3) Floating Sequence (21:11) Bonus Track
4) Supplement (25:22) Bonus Track "The Original Master"
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ambient
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von ambient » Di 22. Feb 2011, 20:21

bewertung gilt für die erst ausgabe ohne bonustracks
floating ist ein geiler track
bei mindphaser wird es mir zum ende hin etwas zu hektisch
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

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The Bishop
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von The Bishop » Di 22. Feb 2011, 23:43

ambient hat geschrieben:bewertung gilt für die erst ausgabe ohne bonustracks
floating ist ein geiler track
bei mindphaser wird es mir zum ende hin etwas zu hektisch
Dem kann ich nichts weiter hinzufügen... 8-)
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spooky
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von spooky » So 27. Feb 2011, 21:02

Von der "verhallten" Erstveröffentlichung auf CD war ich damals sehr enttäuscht
und Mario Schönwälder später für die "Original Master"-Version sehr dankbar!

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Tobias
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von Tobias » So 6. Mär 2011, 10:52

Mir geht es genau umgekehrt. Ich kannte nur die frühe Brain-CD, und als dann die Version „Original Master“ herauskam, war ich von der „Orginalversion“ ohne die Chöre enttäuscht. Irgendwie fehlte da was, Floating (nur davon rede ich hier) klang seltsam leer. Das mit dem fehlenden Hall fiel mir damals nicht auf. Auf Spookys Anregung hin ging ich gestern in den Laden, und hörte mir das Rerelease nocheinmal gründlich an. (Es gibt hier in Berlin ein Geschäft, in dem etwa 1,5 m KS-CDs stehen – gut für Menschen mit beschränktem Budget wie mich). Spooky hat völlig recht: Nicht nur fehlt die Mellotronspur (sie zieht sich durch das gesamte Stück, nicht nur eine Minute lang, wie im Booklet behauptet), sondern viele andere Spuren (nicht alle!) sind deutlich „verhallt“, was ihnen aus meiner Sicht aber nicht schadet. Aber noch etwas ganz anderes fiel mir auf: Das gesamte Stück ist völlig anders abgemischt: Einzelne Spuren kommen zu ganz anderen Zeiten in den Vordergrund und treten zu anderen Zeiten wieder zurück. Auch der zugrundeliegende Sequenzer klingt im Rerelease weniger harmonisch als auf der Brain-CD. Hier wäre also noch eine Forschungsaufgabe für jemanden, der die LP und die drei CD-Versionen besitzt. Sicher könnte auch Georg Stettner etwas Licht in dieses Dunkel bringen ...

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hook
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von hook » Di 24. Mai 2011, 14:27

Habe das nicht mitgeschrieben, aber mein Nachbar bestätigt genau das hier Beschriebene. Dieses Album birgt ähnlich knifflige Fallen wie diverse Froese-rereremixes. Soll der Schönheit aber nicht schaden - ich finds gut.

Hook

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Krass
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von Krass » Do 29. Sep 2011, 21:40

Das orginale Master müsste dann die Version sein die auch auf der ursprünglichenBrain LP war.

Klaus Schulze hat ein Mellotron über die erste Moondawn veröffentlichung spielen lassen um Umschaltgeräusche zu überspielen:
Die durch die Digitaliserung hörbar wurden. Also das Klicken an der Schwermechanik.
Fans sprachen von Schändung und liefen Amok.
Weshalb Klaus nachgab um das Orginal Master auch auf CD wieder zu veröffentlichen.

Wie auch immer.
Moondawn war die erste CD die Klaus Schulze dank besserer Technik nicht rein Live in Echtzeit einspielen musste.
Das Ergebniss hört man sichtbar raus. Es fehlt an Improvisation, Lebendigkeit, Spontanität.
Kalte Perfektion stand im Vordergrund.
Insofern nach 5 Kult Alben der erste grosse Hänger.

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The Bishop
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von The Bishop » Do 29. Sep 2011, 22:20

Krass hat geschrieben: Wie auch immer.
Moondawn war die erste CD die Klaus Schulze dank besserer Technik nicht rein Live in Echtzeit einspielen musste.
Das Ergebniss hört man sichtbar raus. Es fehlt an Improvisation, Lebendigkeit, Spontanität.
Kalte Perfektion stand im Vordergrund.
Insofern nach 5 Kult Alben der erste grosse Hänger.
..., was natürlich nur eine ganz persönliche Meinung ist ;-)
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Krass
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von Krass » Do 29. Sep 2011, 22:26

Von persönlichen Meinungen mal abgesehen....

Ich habe gerade mal die ersten Minuten von Floating miteinander verglichen.

Zur Auswahl standen.

- Orginal LP
- Brain CD
- The Orginal Master CD
- Neuauflage von RR

Das man auf der Brain CD ein Mellotron extra hat hört man gleich zu Anfang raus und es klingt nicht schlecht.
Hat nur den schalen Beigeschmack nicht das Orginal zu sein.
Ich weiss nicht ob die CD bei mir an Altersschwäche leidet aber sie klingt doch sehr leise und ich muss den Lautsträkreregler sehr weit hoch drehen.
Macht keinen Spass.

Aber die LP scheint sich in der Abmischung von den Orginal Master und RR Versionen deutlich zu unterscheiden.
Die Spuren haben eine ganz andere Dominanz.
Was soll das jetzt wieder? Ich werde langsam verrückt....
Warum kann man nicht etwas 1 zu 1 von LP auf CD übernehmen?

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The Bishop
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von The Bishop » Fr 30. Sep 2011, 00:50

Die Worte zu Anfang von Floating sind ürigens das "Vater Unser"...auf Arabisch :idea:
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DerTiefStapler
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von DerTiefStapler » Fr 30. Sep 2011, 08:43

Krass hat geschrieben:
Wie auch immer.
Moondawn war die erste CD die Klaus Schulze dank besserer Technik nicht rein Live in Echtzeit einspielen musste.
Das Ergebniss hört man sichtbar raus. Es fehlt an Improvisation, Lebendigkeit, Spontanität.
Kalte Perfektion stand im Vordergrund.
Insofern nach 5 Kult Alben der erste grosse Hänger.
Die kalte Perfektion empfinde ich auch so, würde das Album trotzdem nicht als großen Hänger bezeichnen. Das Album ist für mich schwer zu hören, weil es sehr bleiern und langwierig ist. Unbestritten ist aber eine große Tiefe und Reife.

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Krass
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von Krass » Fr 30. Sep 2011, 13:24

ja ich weiss manchmal gehen beim reden die Pferde mit mir durch und dann seh ich nur noch Schwarz oder Weiss,

Moondwan läuft jedenfalls recht selten bei mir. Den Anfang von Mindphaser finde ich sehr schön aber dann wird es mir einfach zu rockig.
Als Fan von mimimalistik und experimentalmusik klingt sie mir schon zu professionell. Das wars was ich sagen wollte.

Ich mochte immer mehr die ambienteren Sachen. Meine Lieblingsstücke der Body Love Alben sind auch Blanche und Moogetique.
Ich habe auch kein Problem damit wenn Stücke wie "Some Velvet Phasing" eine Stunde laufen würden.
Ich mag monotone Tracks die sich innerhalb von vielen Minuten gar nicht, kaum oder nur langsam verändern.
Denke da gerade an Eberhard Schoener seine "Meditation" oder Tangerine Dreams "Zeit" (Mein LIeblingsalbum von TD. Besonders "Zeit")

Meines erachtens oder meiner persönlichen Meinung nach. Hat Klaus Schulze den Höhepunkt seiner Schaffenskraft erst bei "Mirage" erreicht.
Velvet Voyage ist mein absoluter All Time Favorit. Das ich besonders gerne im Sommer und Winter höre.
Zwar beweist er erst auf "X" das er das Jahrhundertgenie der Musikszene ist. Aber seine Alben kann man nie wirklich miteinander vergleichen.
"X" ist eine reine Profiproduktion die Massstäbe setzt (Aber durch Dune und Live nicht mehr getoppt werden konnte) und ich mag es lieber etwas einfacher.

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The Bishop
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von The Bishop » Fr 30. Sep 2011, 19:17

ich weiß sehr gut, was du meinst...ich höre auch oft nur den Anfang von Mindphaser, und wenn es dann abrockt, blende ich aus. Und mein Lieblingsalbum ist die Irrlicht.
Aber wenn ich Lust auf Rhythmus habe, oder auf Sequencen, dann müssen andere Alben herhalten...und meine Gelüste wechseln häufig...
:lol:

Wenn du es gern einfach und monoton, aber gleichzeitig sphärisch magst, gehört das Prophecy-Theme von Brian Eno bestimmt auch zu deinen Favoriten. Manchmal stelle ich das auf Wiederholung, und es läuft den ganzen Abend nichts anderes... :)

Wer es nicht kennt: http://www.youtube.com/watch?v=m4SwFhfN ... re=related
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Krass
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von Krass » Fr 30. Sep 2011, 21:15

Von Brian Eno habe ich mir auch ein paar Sachen angehört.

Genauso wie viel aus dem Krautrockbereich. Hängen geblieben sind aber nur "Kluster" und "Neu".
Obwohl ich habe hier noch so eine CD von Fripp and Eno nennt sich "No Pussyfooting". Die fand ich noch gut aus dem Bereich.

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DerTiefStapler
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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von DerTiefStapler » Di 4. Okt 2011, 13:36

ambient hat geschrieben:bewertung gilt für die erst ausgabe ohne bonustracks
floating ist ein geiler track
bei mindphaser wird es mir zum ende hin etwas zu hektisch
Mir geht es wie Olaf : MEHR ist nicht zu sagen.

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Re: Moondawn (1976)

Beitrag von ambient » Fr 19. Apr 2013, 17:23

Klaus Schulze
Sprich über „Moondawn“
The album is a dynamic and sometimes explosive expression of the synthezid sound so recognizable as Klaus Schulze(“Trouser Press”/USA, November 1977)

Ich höre öfter, dass “Moondawn” ein “Kult”-Album ist . Aber warum ? Vielleicht, weil ich da zum ersten Mal den „Big Moog“ eingesetzt habe – dadurch klang alles unheumlich fett. Aus Frankreich, wo „Moondawn“ hoch in den Charts war, bekam ich oft zu hören, die Platte würde einen Super-Sound haben und absolut wie eine amerikanische Produktion klingen ! Aber dazu muss ich sagen, dass es meine erste Multitrack-Aufnahme war, die ich im 16-Spur-Stdio von Panne-Paulsen (in Frankfurt/Main) gemacht habe. Dadurch hatte „Moondawn“ für damalige Verhältnisse eine super Klang-Ästhetik ! Vielleicht sind das die Gründe, weshalb „Moondawn“ so einen Kultstatus bekommen hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es einfach gute Musik ist. Das kann es ja zufällig auch mal sein.
Eingespielt haben wir „Moondawn“ in nur einer Nacht. Ich hatte Harald Großkopf durch Rolf-Ulrich Kaiser (deutscher Musik-Journalist und Produzent) kennen gelernt, bei dessen Label Orh Harald mit seiner Gruppe Wallenstein unter Vertrag stand. Irgendwann schrieb mir Harald eine Karte – er hätte gerade meine „Picture Music“ (1975, Cd Nr.3 in dieser Edition) gehört und wäre auf seinen 10 Quadratmetern senkrecht abgehoben !Er hätte große Lust, auf einer meiner Platten mal zu trommeln. Ich habe darauf zuerst nicht reagiert. Aber dann kam eine Situation, wo ich dachte, ich könnte eigentlich mal wieder mit Schlagzeug arbeiten. Also rief ich Harald an, er kam sofort ins Studio, und es lief fantastisch. Harald war der erste Schlagzeuger, der zu einem Sequencer trommeln konnte, als wäre er selbst einer. Wir besprachen nur kurz, was er spielen sollte: zuerst nur Bassdrum, Snare und Hi-Hat und in einme zweiten Durchgang noch ein paar Extra-Fills auf den Toms. Entsprechend haben wir das dann gemixt – obwohl es nicht einfach war, den mit dem Schlagzeug waren die 16 Spuren natürlich schell aufgebraucht. Aber das hat alles, wie gesagt, nur 1 Nacht gedauert, dann war die gesamte „Moondawn“ fertig. Harald hat das später einmal einem Typen von Four Music (Label der deutschen HipHop-Band Die Fantastischen Vier) gegenüber erwähnt, und der sagte:“Nur 1 Nacht ? Das hört man !“ Ich weiß nicht, wie er das gemeint hat – ich nehme es mal als Kompliment. Als „Moondawn“ 1990 zum ersten Mal auf CD herauskam, waren manche Fans ein bisschen verärgert. Denn wir hatten eine kleine Korrektur vorgenommen., weil es auf dem Originalband einen Knackser gab. Bei der Schwermechanik der alten analogen Geräte knackste halt da und dort mal was. Es waren Umschaltgeräusche, die man auf dem Vinyl kaum gehört hat. Auf der Cd waren die Knackser aber zu hören – so wie bei den ersten Klassik-Aufnahmen, die man damals auf CD transferiert hat und wo man plötzlich auch hörte, wenn der Stuhl eines Geigers gequietscht hat. Weil man den Knackser nicht rausschneiden konnte, habe ich dem (Musiker/Techniker) Georg Stettner, der zufällig bei mir im Studio war, gesagt: „Spiel an dieser Stele vielleicht mal kurz einen Mellotron Akkord darüber ! Ich fade dich hier am Pult live ein, und wenn der Knackser vorbei ist, fade ich wieder raus.“ Das hat auch gut geklappt. Aber obwohl die Stelle nur 1 Minute lang war, haben sich einige Fans unheimlich aufgeregt – ich hätte das Meisterwerk verunstaltet. Für diesen Re-release haben wir darum wie schon für die zweite „Moondawn“-CD, die 1995 auf dem Berliner Label Manikin herauskam, das Original-Master verwendet – ohne die Stelle mit dem Mellotron. Mich stört der Knackser zwar noch immer, aber Haupsache, die Fans sind zufrieden.
„Floating Sequence“ ist ein anderer Bonustrack als der, den wir auf die Manikin-CD genommen hatten („Supplement“). Ich wollte nicht, dass die Fans zweimal dieselbe CD bekommen. Der neue Bonustrack stammt auch wieder aus der „Moondawn“ Session. Es ist ein reines Sequencer-Take, das hier zum ersten Mal veröffentlicht wird.
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

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