Drums 'n' Balls (The Gancha Club) (1997)

das Nebenprojekt
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Album-Bewertung Drums 'n' Balls (The Gancha Club) (1997)

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The Bishop
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Drums 'n' Balls (The Gancha Club) (1997)

Beitrag von The Bishop » Do 17. Feb 2011, 21:31

ALBUM-INFO

Artist: Wahnfried
Titel: Drums 'n' Balls (The Gancha Club)
Recorded: 1997
Performed: KS

Titel:
1) Drums 'n' Balls (15:29)
2) Percussy (12:21)
3) House Of India (15:24)
4) Bass Of Orion (13:44)
5) Chicken Biryani (15:21) Bonus Track

Bemerkungen:

Die Gastmusiker (Joe 'Dum Dum' Loevenstone (drums), Sloto Olatunye, Tim Bales, Katarina Nevaseynewa (voice), Venus 'Fretless' Dupond (bass)), die in früheren Releases genannt werden, sind allesamt frei erfunden, es ist eigentlich eine Solo-Platte. Die weibliche Stimme ist ein Sample von einer indischen Sängerin und wurde KS von seinen Kumpels von SNAP überlassen.

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Till
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Re: Drums 'n' Balls (The Gancha Club) (1997)

Beitrag von Till » Do 24. Feb 2011, 22:52

Bass Of Orion ist mein Lieblingstitel der CD. Nur die erste Minute hätte man vielleicht weglassen könne.
Der Klang ist sehr offen und groß.

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The Bishop
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viel verschenkt

Beitrag von The Bishop » Fr 25. Feb 2011, 04:50

Ich finde es schade, dass der Titeltrack so interessant beginnt und sich dann in Effekten verliert. Das sind 15 Minuten Einleitung zu einem Stück, dass dann leider gar nicht kommt :|

Percussy - leider auch überladen mit Effekten und sämtlichen Sounds des Drumcomputers :|

House of India - auch hier fehlt irgendwann der Rhythmus, der daraus ein vernünftiges Stück gemacht hätte. Siehe oben Track 1.

Bass of Orion - besser weil ruhiger, und weil nach der Einleitung wirklich ein Stück kommt. Toll die Sounds, die ab 9:25 einsetzen, fast melodisch. Ist auch mein Lieblingstrack des Albums.

Der Bonustrack geht so, allerdings finde ich die Gesangssamples hier nicht so passend.
"Wenn einer absolut keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten!" Dieter Nuhr

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Re: Drums 'n' Balls (The Gancha Club) (1997)

Beitrag von ambient » So 3. Mär 2013, 22:38

House of India ist das einzigste stück das ich mir hin und wieder mal anhöre
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Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

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Re: Drums 'n' Balls (The Gancha Club) (1997)

Beitrag von ambient » Fr 19. Apr 2013, 17:11

hab mir mal die arbeit gemacht von einigen beiheften die texte zu kopieren :-)


Klaus Schulze Spricht über – Wahnfried- Drums´n Balls (The Gancha Dub)

„Drums´n Balls“ besitzt, was viele Ambient-Nachfahren nie gelernt haben: Tiefe ohne Effekhascherei, Schönheit ohne Kitsch-Platitüden...
(„Musikexpress“/Deutschland, Februar 1986)

Den „Richard Wahnfried“ habe ich mir als Homage für Richard Wagner ausgedacht, aber auch, weil diese Produktionen keine „Schulze solo“-Platten sind auf den Wahnfried-Platten spielen immer Gastmusiker mit. Insofern hätte ich „Drums´n Balls“ auch unter den Namen Schulze veröffentlichen können, aber ich dachte, ehe das Wahnfried-Projekt in Vergessenheit gerät, bringe ich die Platte unter diesem Namen raus – obwohl ich sie ganz alleine gemacht habe. Wie schon kdm in seinem Text anmerkt, sind die Namen der anderen Musiker, Tim Bales, oder Katarina Nevaseynewa „Traumnamen“. Das habe ich von Walter Bachauer (a.k.a.Clara Mondshine, Verstorben 18.Febuar 1989) übernommen, der auf seinen (von KS produzierten) Platten „Luna Africana“ (1981) und „Memorymetropolis“ (1983) auch alles alleine gespielt hat und dann für „Luna Africana“ sieben Musiker mit exotisch klingenden Namen erfunden hat.
Bei „Drums´n Balls“ wollte ich für mich aber auch mal wieder das Gefühl haben, wie es ist, in einer Band zu spielen, wo man nicht das absolute Sagen hat. Wenn ich eine Schulze-Platte mache, sage ich den Gastmusikern was sie spielen sollen, während es bei den Wahnfried-Platten immer so war, dass ich den Musikern keine Vorgaben gemacht habe. Wenn jemand anderer die Führungsrolle übernehmen wollte, habe ich mich angepasst und nicht gesagt „Stopp, das ist meine Platte!“ Und um aus der Arie, ganz allein Musik zu machen, für einen Moment rauszukommen, habe ich bei „Drums´n Balls“ zum Beispiel die Katarina-Nevaseynewa Stimme so behandelt, als wäre wirklich eine indische Sängerin bei mir im Studio. In Wahrheit waren es die Samples, die die Kollegen von SNAP! (Luca Anzilotti, Michael Münzing) im Schrank hatten; sie haben ja endlos Sänger, Sängerinnen und auch Rapper aufgenommen. Ich muss sie mal wieder anrufen, sie sollen mir mal einen Rapper rüberschicken – dann mache ich als Nächstes vielleicht eine schöne Rap-Platte!
Ich war also bei den SNAPpern in Frankfurt(am Main) und sagte, ich hätte gern mal eine Sängerin. Sie meinten:“ Wir haben hier zwei Samples von einer Inderin, sie singt wunderschön – aber dazu kann man eigentlich nicht spielen, denn es sind alles Vierteltöne.“ Außerdem waren es nicht die normalen kurzen Samples, sondern ziemlich lange, so um die 10 Minuten. Ich habe gesagt: „Ich würde die Stimme trotzdem gerne haben.“ Dann haben sie mir die Gesangsproben gegeben und gesagt: „Du kannst sie geschenkt haben – mach damit, was du willst!“ Bei mir im Studio habe ich dann gemerkt, die Jungs haben Recht, eigentlich kann man dazu wirklich nicht spielen. Denn die Stimme ging durch die indischen Vierteltonskalen, und auf unseren Tasteninstrumenten haben wir nur Halbtöne. So bin der Stimme beim Spielen mit den chords und dem Pitchwheel (Drehrad der Moog-Synthesizer zum stufenlosen Absenken der Tonhöhe) hinterhergerast. Es war dann wirklich wie in einer Band, wo du auch nicht einfach loslegen kannst, sondern dich nach dem richten musst, was die anderen Musiker spielen.
Den Bonudtrack „ChickenBiryani“ hatte ich schon ein Jahr vor „Drums´n Balls“ aufgenommen. Ich hatte dafür das zweite Sample der indischen Sängerin verwendet – auch ein indisches Kinderlied, nur in einer anderen Tonalität. Aber damals wusste ich nicht, was ich mit dem Stück anfangen sollte, denn ich hatte mir ja nicht vorgenommen , jetzt mal ein „Indisches“ Album zu machen. Ich mache immer einzelne Stücke, die ich dann so lange auf Halde lege, bis sich die Gelegenheit ergibt, sie auf einer Platte zu verwenden. Auf „Are YOU Sequenced?“- das Album, das ich parallel gemacht habe (CD 52 dieser Edition)- passte das Stück überhaupt nicht, und als ich später die Stücke für „Drums´n Balls“ ausgesucht habe, gefiel mir der Gesang auf dem anderen Stück („House of India) noch ein bisschen besser. Aber jetzt, bei der Wiederveröffentlichung, habe ich gedacht, warum soll ich es den Fans vorenthalten? Denn eigentlich finde ich auch dieses Stück sehr schön.
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