Dosburg Online (1997)

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Album-Bewertung Dosburg Online (1997)

..........10 Punkte - ein Meisterwerk
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............0 Punkte - nicht anzuhören
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............X ich kenne das Album (noch) nicht
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The Bishop
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Dosburg Online (1997)

Beitrag von The Bishop » Mo 24. Jan 2011, 03:00

ALBUM-INFO
[attachment=0]Dosburg.jpg[/attachment]
Artist: Klaus Schulze
Titel: Dosburg Online
Recorded: 1997
Performed: KS, Jörg Schaaf (keys), Roelof Oostwoud (vocals)

Titel:
1) L'Age core (11:50)
2) Requiem fürs Revier (15:01)
3) Groove'n'Bass (06:16)
4) Get Sequenced (03:28)
5) The Power Of Moog (04:47)
6) Up, Up And Away (08:21)
7) From Dawn Til Dusk (04:01)
8) The Art Of Sequencing (18:21)
9) Primavera (07:02)

Bemerkungen:
Ursprünglich bei Konzerten in Duisburg und Berlin 1997 aufgenommen.

Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Konzert + Interview:

http://www.youtube.com/watch?v=PCixpv_WChE
Dateianhänge
Dosburg.jpg
Dosburg.jpg (9.2 KiB) 8865 mal betrachtet

ambient
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von ambient » Fr 4. Mär 2011, 20:22

kann man sich an hören, aber nicht zu oft denn dann wird es nervig :D
jedoch das stück "from dawn til dusk" könnte 75,59 minuten länger sein :D
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

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The Bishop
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genial

Beitrag von The Bishop » Sa 5. Mär 2011, 01:50

From Dawn Til Dusk + The Art Of Sequencing = eines der stärksten Werke, die ich von Klaus kenne :D
"Wenn einer absolut keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten!" Dieter Nuhr

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The Bishop
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Common man

Beitrag von The Bishop » So 6. Mär 2011, 18:31

"My Revier is my Home."
"Who gives a shit about the common man!"

- der Text von Requiem ist teilweise echt witzig

:lol:
"Wenn einer absolut keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten!" Dieter Nuhr

spooky
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von spooky » Do 21. Jul 2011, 12:38

Mir gefällt der Tempiwechsel zwischen
The Power Of Moog und Up, Up and Away...

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Tobias
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Re: genial

Beitrag von Tobias » Do 21. Jul 2011, 12:51

The Bishop hat geschrieben:From Dawn Til Dusk + The Art Of Sequencing = eines der stärksten Werke, die ich von Klaus kenne :D
Ja! Diese beiden Titel laufen bei mir viel häufiger, als der Rest des ansonsten eher mittelmäßigen Alums. Ich höre da viel tapfere Tragik mitschwingen. Als ich später den zugehörigen Konzertausschnitt sah, war ich schier entsetzt, mit wieviel Lockerheit, ja fast Leichtsinn (im durchaus positiven Sinn) den beiden diese ernste Passage von der Hand geht. Vielleicht sind es eben zwei paar Schuh: Im stillen Kämmerlein herrliche Sequenzen basteln und auf der Bühne Im Fokus stehen ...

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Krass
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von Krass » Do 6. Okt 2011, 14:04

Tja....

Am Anfang konnte ich die Kritik an dem Werk nicht verstehen. Wunderschöne Musik...
...aber dann setze der Gesang ein. :shock:

Ich bin mir nicht sicher ob weniger hier nicht mehr gewesen wäre.
Der Gesang scheint sich zwar in die Musik zu integrieren wäre aber nicht nötig gewesen.
Abgesehen davon das Opern eh nicht mein Ding sind macht der gute Klaus manchmal doch etwas zuviel.
Der gesang von Arthur Brown (Life, Dune) und Ian Wilkinson Dreams (Klausstrophonie) gefiel mir doch wesentlich besser.
Schade...
Insofern ist Dosburg Online ein verschenktes Werk, bei dem eine Instrumentalversion wesentlich besser gewesen wäre.

Ich frage mich eh manchmal was in Klaus abgeht.
Zu "Black Dance" sagte er damals er wollte was in Richtung Ballett machen bis ihm jemand sagte "Man müsse auch Ahnung davon haben"
Darauf hin dachte Klaus noch "Auch nicht schlimm, soll das halt ein anderer machen" und nahm statt dessen "Black Dance" auf.

Nun... Offenbar hat er sich musikalisch weiter gebildet. Versucht mehr und mehr stilistisch zu Verknüpfen.
Hier und da hörte man Orentialische Klänge raus (in den 80ern). Operngesang folgte (Lassen wir "Voices of Syn" mal weg.
Und wie ich las gibt es auch Alben die sich "Ballett" nennen. (Selber noch nicht rein gehört).

Ich finde diese stilistische Vielfalt langsam verwirrend und frage mich ob er sich da nicht etwas übernimmt mit.
Denn keines dieser Werke scheint 10 Punkte wert in der Umfrage.
Wenn ich ihn nicht anders einschätzen würde hätte ich ihn für leicht Grössenwahnsinnig gehalten.
Er ist das Musikgenie der Elektronik. Er muss nichts beweisen was er alles kann und wie genial er ist.

Aber vieleicht ist es ja immer noch so das er nur die Musik macht die er möchte ohne Rücksicht darauf wie sie anderen gefällt.
in dem Falle hätten wir etwas das sehr selten geworden ist. Einen Musiker der sich individuell verwirklicht.
Die meisten fangen ja an kommerziel zu werden sobald sie merken das die Kohle fliesst und spielen nur noch ein was sich gut verkaufen lässt.
Nun..... Das kann man Klaus echt nicht vorwerfen.

Habt einen schönen Tag.

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DerTiefStapler
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von DerTiefStapler » Fr 7. Okt 2011, 08:12

Krass hat geschrieben:Tja....

Am Anfang konnte ich die Kritik an dem Werk nicht verstehen. Wunderschöne Musik...
...aber dann setze der Gesang ein. :shock:

Ich bin mir nicht sicher ob weniger hier nicht mehr gewesen wäre.
Der Gesang scheint sich zwar in die Musik zu integrieren wäre aber nicht nötig gewesen.
Abgesehen davon das Opern eh nicht mein Ding sind macht der gute Klaus manchmal doch etwas zuviel.

Insofern ist Dosburg Online ein verschenktes Werk, bei dem eine Instrumentalversion wesentlich besser gewesen wäre.
.
Grundsätzliche teile ich Deine Einschätzung, finde aber - im Gegensatz zu Blackdance oder Totentag hier
das Opernhafte noch "OK". Nicht der Große Wurf (das Opernhafte), aber im GANZEN ein gelungenes Album, das
auch recht häufig bei mir läuft.

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Krass
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von Krass » Fr 7. Okt 2011, 13:03

Also den Opengesang bei Black Dance liebe ich.
der klingt so schön experimentell vor allem wegen dem Geräusch da drunter.

Mitlerweile habe ich Dosburg Online durch gehört und muss sagen das sich der Gesang doch sehr in Grenzen hält.
Ich dachte erst der wird Hauptthema. Die Musik ist wirklich super.

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DerTiefStapler
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von DerTiefStapler » Fr 7. Okt 2011, 17:00

Krass hat geschrieben:Also den Opengesang bei Black Dance liebe ich.
der klingt so schön experimentell vor allem wegen dem Geräusch da drunter.

Mitlerweile habe ich Dosburg Online durch gehört und muss sagen das sich der Gesang doch sehr in Grenzen hält.
Ich dachte erst der wird Hauptthema. Die Musik ist wirklich super.
Ich werde mit Blackdance wohl nie warm ... aber DOSBURG ONLINE sehe ich genau wie Du. :lol:

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Krass
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von Krass » Mi 9. Nov 2011, 20:27

DerTiefStapler hat geschrieben:
Krass hat geschrieben:Also den Opengesang bei Black Dance liebe ich.
der klingt so schön experimentell vor allem wegen dem Geräusch da drunter.

Mitlerweile habe ich Dosburg Online durch gehört und muss sagen das sich der Gesang doch sehr in Grenzen hält.
Ich dachte erst der wird Hauptthema. Die Musik ist wirklich super.
Ich werde mit Blackdance wohl nie warm ... aber DOSBURG ONLINE sehe ich genau wie Du. :lol:
Dabei müsstest gerade du doch der Black Dance Master sein. Im Hintergrund schwingen eine Menge melancholische Sequenzen mit.

Höre gerade noch mal Dosburg Online.
Offenbar geht es mit Schulze weiter bergauf. NAch den Tiefen von 1994

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hook
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von hook » Do 10. Nov 2011, 22:47

"L´age core" ist sehr verspielt und düster, aber spannend zugleich, während mein hook´scher Hit "Art of sequencing" nebst Einleitung leckere 2 Stunden vor sich hin dudeln könnte. Cool chillig, sagt mein Sohn (19).

jb99
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von jb99 » Mi 6. Mär 2013, 11:16

Also ich finde die Dosburg Online riesig. Ich war bei dem Duisburger Konzert dabei und es war gigantisch.
Den Gesang finde ich hier durchaus passend und stellenweise witzig, vor allem wenn er den vielgerühmten "Moon over Wanne-Eickel" besingt.
Für Kinder des Ruhrgebietes ein echtes Highlight, diese Textstelle.
Ansonsten tolle Sequenzen, ganz großes Kino.

ambient
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Re: Dosburg Online (1997)

Beitrag von ambient » Fr 19. Apr 2013, 19:08

Klaus Schulze Spricht über „Dosburg Online“ Digi Pack Nr.078

Auch auf seinem aktuellen Werk „Dosburg Online“ hat Schulze sich wieder auf sein ureigenes Gespür verlassen. Trance, Ambient oder Drum´n Bass findet hier zwar statt, allerdings höchstens am Rande und bewusst keinen Trend hinterherhechelnd.
(„Musikexpress“/Deutschland, Febuar 1998)

Das Konzert in Duisburg (17. Mai 1997) hat mir einen Mörder-Spaß gemacht, nicht nur wegen des schönen Open-Air-Ambientes mit den illuminierten Hochöfen. Viele Leute haben vor der Bühne getanzt – und ich habe auf der Bühne getanzt! Wenn mir vorher einer gesagt hätte, dass ich mal auf der Bühne tanzen würde, hätte ich ihn ausgelacht: “Ich, der Tanzmuffel?“Aber der Kollege Jörg Schaaf hat einen Teil der Sequencen gemacht, und so konnte ich mich frei bewegen und tanzen. Ich hatte mir das nicht vorgenommen, aber mir war danach. Der Abend war einfach so perfekt.
Es war das erste Mal nach sechs Jahren, das ich meine Sequenzer-„Ritterburg“ wieder dabei hatte; eine Zeit lang hatte ich sogar den Moog nicht mehr auf der Bühne gehabt. Aber dann hat mir die Firma Quassimidi, bei der Jörg Schaaf als Programmierer arbeitete, ein tolles Modularsystem gebaut. Leider gibt es die Firma nicht mehr, obwohl ich ihre Geräte noch immer benutzte. Ich hoffe, dass sie nie kaputtgehen; dann kann ich nur hoffen, dass sich Jörg noch an das eine oder andere erinnert. Denn obwohl er mit der technischen Seite nicht viel zu tun hatte, stammen die Ideen für die Geräte von ihm.
Ich hatte Jörg gebeten, mitzubekommen, weil ich unbedingt die „Ritterburg“ auf der Bühne haben wollte; ich wollte die Sequencer live umschalten können und viel zu tun haben. Auch für das Publikum ist es ja viel interessanter, wenn auf der Bühne Action ist. Weil aber das Quasimidi-System ganz neu und so komplex war – alle Geräte waren kreuz und quer verlinkt!-, hatte ich noch nicht den vollen Überblick. Da ich mit Jörg aber schon die Wahnfried-Platte („Trance Appeal“, 1996) gemacht hatte, wusste ich, das er auch ein guter Musiker war. Er hatte noch keine Live-Erfahrung, aber ich habe gesagt: “Kümmere dich nicht darum, dass da vorne Leute sitzen! Ich starte die Sequencer, sage dir, was du machst, und danach kannst du die Sequencer von mir aus auch selbst verändern. Die Dinger müssen nur richtig durchrattern.“
Du darfst nicht vergessen, dass ich das Quasimidi-System erst seit einer Woche hatte: Sechs Drum-Machines, sechs Synthies mit Sequencern. Das alles live von Sekunde auf sekunde umzuschalten – da war ich mir noch nicht sicher genug. Aber ich konnte den Fans ja nicht sagen: “Ich weiß nicht, ob es funktionieren wird. Die Geräte sind neu, ich probiere sie hier heute euch zum ersten Mal aus.“ Also habe ich zu Jörg gesagt, du hast diese Dinger mitentwickelt, komm einfach mit nach Duisburg! Ein Höhepunkt waren für mich auch die Auftritte von Roelof Oostwoud („Requiem für´s Revier“, „Primavera“). Du warst ja dabei und hast es gesehen: Roelof bekam Standig Ovations – ein Opernsänger, in einem Schulze Konzert! Es war schon ein bisschen gewagt. Einerseits dachte ich, machst du hier eine Techno-Party, und dann stellst du einen Tenor auf die Bühne! Aber da habe ich absolutes Vertrauen in meine Fans, denn bei ihnen kann ich das machen. Sie werden es vielleicht nicht gut finden, aber sie werden zumindest die Aufführung nicht unterbrechen. Und Roelof war dafür genau der Richtige, denn er liebt die Bühne! Er hatte schon auf meiner Oper „Totentag“ (1994) gesungen, darum wusste ich auch, dass er zu dieser Musik singen kann und ich ihm nicht erst Noten aufschreiben muss. Ohne Noten sind die meisten klassischen Musiker verloren – aber nicht Roelof. Den Text für „Primavera“ hat er sogar improvisiert. Ich habe ihn gefragt: “Willst du noch mal singen? Eine Zugabe? Dann los, komm raus!“ Ich habe die Streicher-Chords improvisiert, und er hat sich den Text einfallen lassen, während er gesungen hat. Er war fantastisch, ich hätte ihn knutschen können. Habe ich dann ja auch gemacht!
Für den Bonustrack war auf diesem Re-releases natürlich kein Platz mehr. Aber weil sich einige Fans über das Fade-out von „Primavera“ mokiert haben und es mir auch selber nicht gefiel, habe ich das jetzt korrigiert. Als ich die Platte damals mastern ließ, habe ich gesagt: „ Macht hier ein Fade-out, schön langsam!“ Aber was für normale Mastering-Ingenieure ein langsames Fade-out ist, ist für mich, als würde man die Stopptaste drücken. Darum habe ish das Fade-out jetzt so gemacht, wie ich es ursprünglich haben wollte.
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