Le Moulin De Daudet (1994)

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Album-Bewertung Le Moulin De Daudet (1994)

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............X ich kenne das Album (noch) nicht
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Abstimmungen insgesamt: 15

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The Bishop
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Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von The Bishop » Mo 24. Jan 2011, 02:35

ALBUM-INFO
[attachment=0]Moulin.jpg[/attachment]
Artist: Klaus Schulze
Titel: Le Moulin De Daudet
Recorded: 1992/2004
Performed: KS

Titel:
1) The Beginning/The Delegates (04:03)
2) Mother Sadness (03:01)
3) The Loss Of The Factory (01:56)
4) The Youth (01:46)
5) Friday's Departure (00:48)
6) The Mill Of Maître Cornille (01:46)
7) Maître Cornille In The Fields (01:08)
8) Folk Dance (01:27)
9) The Discovery Of Maître Cornille's Secret (01:48)
10) Joy Of Maître Cornille/Garden & Youth (Reprise) (03:14)
11) Landscape/Way To The Old People (02:36)
12) Old People's Piano (03:25)
13) Old People's Farewell (02:00)
14) Exodus (04:50)
15) Le Petit Dauphin I (05:29)
16) Le Petit Dauphin II (01:34)
17) First Church Sequence (01:59)
18) Second Church Sequence & Organ (06:55)
19) St. Pierre (02:15)
20) Paradise & Inferno (05:53)
21) Finale (04:57)
22) The Ion Perspective (15:58) Bonus Track

Bemerkungen:
Soundtrack Album zum gleichnamigen Film von Samy Pavel.
Der Bonus Track ist eine Kurzversion des zweiten Titels der Promo-CD Ion.
Dateianhänge
Moulin.jpg
Moulin.jpg (4.51 KiB) 7310 mal betrachtet

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Till
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von Till » Do 24. Feb 2011, 22:47

Sind mir zu kurze Schnipsel. Sonst nimmt KS immer 30+X min auf und es werden 15 sec verwendet. Hier war das entweder anders, oder KS hatte keine Lust was längeres dafür zu machen und verwendete nur kleine Ideen.

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The Bishop
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Walkman

Beitrag von The Bishop » Fr 25. Feb 2011, 04:21

Das wären früher prima Stücke gewesen, um die Kassetten für den Walkman voll zu kriegen, wenn nur noch wenig Platz war ;)

Ich fänds interessant, die Musik mal im Film zu hören - ist mir aber bisher nicht gelungen, irgendeinen Filmschnipsel aufzutreiben. So sind es wirklich nur Fragmente, und dann auch noch aus der effekthaschenden 90er-Ära - gewöhnungsbedürftig. Und viele klingen auch noch gleich :|
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hook
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von hook » Mi 16. Mär 2011, 14:06

Schade, das in diesem Sammelsurium von Effekten die kleinen Perlen untergehen. Ob er wohl tatsächlich NUR diese kurzen Momente komponiert hat, oder hat er aus mehrminütigen Sequenzen dann die Schnipsel herausgepickt - oder herauspicken lassen - um sie dann auf den laufenden Film zu legen ?
Im Übrigen hat jede musikalische Phase ihre pro´s und contra´s - dazu gehörte auch, aus Samples und Effekten "irgendetwas" zu machen, man denke bitte an die super schrägen Sachen aus der Jubilee 21 ("Walk the edge")

Hook

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Krass
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von Krass » Mi 5. Okt 2011, 17:07

Sehr kurze Tracks aber überraschend hörbar

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DerTiefStapler
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von DerTiefStapler » Fr 7. Okt 2011, 08:16

Till hat geschrieben:Sind mir zu kurze Schnipsel. Sonst nimmt KS immer 30+X min auf und es werden 15 sec verwendet. Hier war das entweder anders, oder KS hatte keine Lust was längeres dafür zu machen und verwendete nur kleine Ideen.
Ich finde gerade mal die extreme Reduktion von KS sehr interessant. Gelingt nicht immer (manches ist wirklich nur
als Hintergrundklang respt. geräusch zu verstehen.), aber viele Passagen finde trotzdem schön.

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S-K
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von S-K » Fr 7. Okt 2011, 09:57

Als Film-Soundtrack sicherlich eine super Sache. Aber als durchgehender Klaus Schulze Genuß eher unpraktisch, da die Stücke wirklich zu kurz sind. Das beste an diesem Soundtrack ist aber der Bonustrack "The Ion Perspective". Obwohl auch hier gerne mal die lange Version hören würde.
"A day without the music from Klaus Schulze is a lost day" S.K.

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Krass
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von Krass » Do 26. Jan 2012, 20:23

Hat niemand das Beiblatt der RR Ausgabe gelesen?

Da steht das er die Stücke im Beisein und unter Anleitung des Filmemachers nach einem leckeren italienischen Essen eingespielt hat.
Er hat ihm die Szenen erklärt und Klaus hat unter den zeitlichen Vorgaben (Die er als Herausforderung ansah) spontan die Sachen eingespielt.
Da war nichts länger, da wurde nichts gekürzt..... Die Ideen enstanden spontan beim Vorstellen der erwünschten Szene.
Was Klaus wieder zu unserem Genie macht.

Der Filmemacher dachte Klaus hätte die Themen vorher vorbereitet. Hatter er aber nicht

Der Filmemacher war so begeistert, das er die Musik im Film viel zu laut einmischte.
So das man die Dialoge kaum noch verstehen konnte. :D

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The Bishop
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von The Bishop » Fr 27. Jan 2012, 10:19

Krass hat geschrieben:Hat niemand das Beiblatt der RR Ausgabe gelesen?
Beiblatt? Meinst du das Booklet? Ein Beiblatt war bei mir nicht dabei... :?:
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Krass
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von Krass » Fr 27. Jan 2012, 15:49

Ja klar dieses kleine Heftchen das allen RR Ausgaben bei liegt. ;)

ambient
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von ambient » So 8. Jul 2012, 16:49

sind schöne passagen dabei
jedoch ungewöhnlich für klaus diese kurzen stücke
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

ambient
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Re: Le Moulin De Daudet (1994)

Beitrag von ambient » Fr 19. Apr 2013, 19:04

Klaus Schulze Spricht über „Le Moulin De Daudet“ Digi Pack Nr.037

Die Handschrift des Epiker Klaus Schulze ist selbst in den 21 Kurz – und Kürzeststücken noch unverwechselbar... Reif für den Oscar.
(„Keyboards“/Deutschland, Juli 1994)

„Le Moulin de Daudet“ war eine Auftragsarbeit. Der französisch-arabische Regisseur Samy Pavel hatte schon 1979 für einen Film über den jung verstorbenen französischen Sänger Claude Francois meinen „Friedrich Nietzsche“ (vom Album „X“, 1978) als Requiem genommen. Als er seinen Film über den französischen Autor Alphonse Daudet drehen wollte, kam er wieder auf mich zu, nun wollte er diesmal Original musik haben und kein Stück von einer Platte verwenden.
Sama Pavel hat mich dann für eine Woche hier im Studio besucht. Auch der Produzent des Films kam aus Italien – das war übrigens Fabrizio Uderzo, der Bruder des „Asterix“-Zeichners. Er kam hier an mit seinem italienischen Spezialitäten – Olivenöl, Pamesan, Wein, alles vom Feinsten!- und hat drüben in der Küche für uns alle gekocht. So gut habe ich nie wieder gegessen ! Und dann haben wir uns den Film im Rohschnitt angesehen, und Samy hat erklärt, was für eine Musik er sich vorstellt. Was ich übrigens toll fand, war, dass Fellini zitierte, er hätte bei seiner Arbeit oft das Gefühl, er würde immer den gleichen Film drehen.“ Das passt ja auch auf mich – ich komme mir auch manchmal vor, als würde ich immer die gleiche Musik machen, hahaha!
Die Arbeit mit Samy war super. Ich habe ihm die Musik zu jeder Filmszene live eingespielt. Er sagte dann oft, das hast du aber gut vorbereitet, das ist ja ein schönes Thema! Dann habe ich gesagt: “Nein, das habe ich jetzt zum ersten Mal gespielt, das Thema ist mir gerade erst eingefallen!“ Es war auch deshalb eine tolle Zusammenarbeit, weil mir Samy frei Hand gelassen hat. Er hat nur erwartet, dass ich mich in den Film einfühle, und vielleicht mal gesagt, kannst du an der Stelle noch ein bisschen mehr Chor darunterlegen? „Klar, mache ich dir.“ Dann habe ich mich hingesetzt und gespielt, und es passte. Samy war von der Musik so begeistert, das er sie später im Film viel zu laut gemischt hat. Ich bin nach Paris zur Endabmischung gefahren in dieses Filmstudio gefahren und habe selbst zu ihm gesagt: “Mensch, mach doch die Musik mal ein bisschen leiser! Man versteht ja gar nicht was die Schauspieler reden.“ Aber er wollte die Musik unbedingt laut haben! Rückblickend muss ich sagen, so wichtig hat mich in der Filmmusik-Szene noch kein Regisseur genommen – bis auf Gerald Kargl (Angst), der den Film auf meine Musik hin geschnitten hat.
Generell ist für mich das Interassante am Komponieren, dass man sich dabei in Disziplin üben muss – die ich ja nun überhaupt nicht habe. Ich mache normalerweise nur, was ich will – in bin Gott ei dank in der Lage, das sagen zu können und zu dürfen. Aber beim Film musst du dich genau daran halten, wenn der Regisseur sagt, die Szene ist 3 Minuten lang, und in den 3 Minuten musst du alles ausdrücken! Du musst genau auf den Punkt kommen. Das ist eine tolle Herausforderung.
Den Bonustrack „The Ion Perspective” habe ich auf die „Moulin...“ CD gepackt, weil ich nicht so brutal bin, den Fans ein Album noch mal zu verkaufen, ohne die Spielzeit einer CD wirklich auszureizen. Und zweitens: Ich habe diesen Track ursprünglich für die Firma Alesis gemacht, die diesen Ion-Synthesizer gebaut hat und den Track dann auf einer Promotion-CD mit einer Auflage von 300 Stück verschenkt hat. Das war auf der Frankfurter Musikmesse 2004. Dann taucht diese Promo-CD plötzlich auf Versteigerungen im Internet auf, und die Fans sollten bis zu 160 Dollar dafür zahlen. Wahnsinn! Dieses Dealen wollte ich stoppen. Und darum gibt es diesen „Ion“-Track jetzt noch mal auf dieser CD. Und zwar umsonst!
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

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