En=Trance (1988)

alle Solo-Alben
Antworten

Album-Bewertung En=Trance (1988)

..........10 Punkte - ein Meisterwerk
2
11%
............9 Punkte
3
17%
............8 Punkte
7
39%
............7 Punkte
2
11%
............6 Punkte
2
11%
............5 Punkte - eher durchschnittlich
2
11%
............4 Punkte
0
Keine Stimmen
............3 Punkte
0
Keine Stimmen
............2 Punkte
0
Keine Stimmen
............1 Punkt
0
Keine Stimmen
............0 Punkte - nicht anzuhören
0
Keine Stimmen
............X ich kenne das Album (noch) nicht
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 18

Benutzeravatar
The Bishop
Beiträge: 941
Registriert: Mo 17. Jan 2011, 13:15
Wohnort: Berlin

En=Trance (1988)

Beitrag von The Bishop » Do 20. Jan 2011, 22:52

ALBUM-INFO
[attachment=0]Entrance.jpg[/attachment]
Artist: Klaus Schulze
Titel: En=Trance
Recorded: 1987
Performed: KS

Titel:
1) En=Trance (18:53)
2) a-Numerique (16:26)
3) FM Delight (17:28)
4) Velvet System (17:47)
5) Elvish Sequencer (08:02) Bonus Track

Bemerkungen:
a-Numerique wird "Alpha-Numerique" ausgesprochen. Der Bonus Track ist aus 1975.
Dateianhänge
Entrance.jpg
Entrance.jpg (4.73 KiB) 6939 mal betrachtet

ambient
Beiträge: 363
Registriert: Fr 18. Feb 2011, 16:03
Wohnort: Viersen

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von ambient » Mi 23. Feb 2011, 12:28

die en=trance wäre wohl ohne FM-Delight nicht so gut
ein schönes stück das zum nach denken anregt
und mit viel gefühl eigespielt wurde. denke das er wohl nachts gemacht hat.
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

Benutzeravatar
The Bishop
Beiträge: 941
Registriert: Mo 17. Jan 2011, 13:15
Wohnort: Berlin

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von The Bishop » Mi 23. Feb 2011, 16:10

ambient hat geschrieben:denke das er wohl nachts gemacht hat.
Der Klaus arbeitet ausschließlich nachts, ist ein Langschläfer der Gute :)

FM-Delight ist auch mein Lieblingsstück des Albums, dicht gefolgt von Velvet System.
"Wenn einer absolut keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten!" Dieter Nuhr

spooky
Beiträge: 548
Registriert: Fr 18. Feb 2011, 21:41

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von spooky » Mo 21. Mär 2011, 22:24

Die En=Trance ist mir über die Jahre echt ans Herz gewachsen!
Zugängliche Stücke, die in ihrer Einfachheit und im Aufbau durchaus
an die alten Alben der 70er erinnern, wie ich finde.
Vor allem die tickernden Drums und die sich endlos wiederholenden
Loops der ROLAND-Maschinen gefallen mir bis heute! Höhepunkt
ist sicherlich Velvet System! Von vorne bis hinten großartig!
Die Sequenz die nach 6 Minuten einsetzt ist absolut hypnotisch...
Leider haben es meiner Meinung nach die Aufnahmetechniker
bei der Deluxe-Edition mit dem remastern zu gut gemeint und den
Gesamtpegel unangenehm laut angehoben...

Benutzeravatar
The Bishop
Beiträge: 941
Registriert: Mo 17. Jan 2011, 13:15
Wohnort: Berlin

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von The Bishop » Sa 25. Jun 2011, 14:59

spooky hat geschrieben: Leider haben es meiner Meinung nach die Aufnahmetechniker
bei der Deluxe-Edition mit dem remastern zu gut gemeint und den
Gesamtpegel unangenehm laut angehoben...
Stimmt, völlig übersteuert, vor allem mit Kopfhörer nur sehr sehr leise zu ertragen. Leider nicht der einzige Produktionsfehler der "Deluxe Editions"...ich ärgere mich deshalb wirklich sehr, meine ganzen alten CDs verkauft zu haben... :(
"Wenn einer absolut keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten!" Dieter Nuhr

spooky
Beiträge: 548
Registriert: Fr 18. Feb 2011, 21:41

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von spooky » Sa 25. Jun 2011, 15:23

... noch schlechter ist die Qualität der Dig It! Dafür klingt die X wirklich phatt...

Benutzeravatar
Krass
Beiträge: 428
Registriert: Mi 21. Sep 2011, 18:27
Wohnort: Hamburg

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von Krass » Sa 8. Okt 2011, 17:08

Meine En=Trance von RR ist heute gekommen.

En=Trance war wie bereits an anderer Stelle erwähnt das erste KS Album mit dem ich gar nichts anfangen konnte.
Hatte mir damals die Vinyl gekauft. Die ich heute noch habe,
Einmal durch gehört und dann ab damit in den Schrank.

Erst in letzter Zeit habe ich sie immer wieder mal spielen lassen.
Wobei mir dieses Album von mal zu mal besser gefällt. Dennoch betrachte ich En=Trance nicht als ein starkes Album.
Es wird nicht soviel in mir berührt wie bei seinen Vorgänger Alben.
Aber man kann es gut anhören.

Kurios ist, das in meiner RR Ausgabe das Booklet doppelt vorhanden ist.
Ich hoffe nicht, das jemand anderem ein Booklet fehlt.

Von etwaigen Verzerrungen merke ich nichts.
Muss dazu sagen das ich Musik nie mit Kopfhörern höre. Meine Dig It macht hier auch keine Probleme.
Ledeglich "Totem" von der Picture Music habe ich mal die ersten Minuten direkt mit der Orginal LP verglichen.
Auch im Orginal sind die Höhen etwas unsauber, verzerrend... aber aufgrund der geringeren Laustärke stört es da nicht so.

Ich habe (ausser der Mirage und Moondwan erstveröffentlichung) alle meine Klaus Schulze CDs einem Freund geschenkt um ein bischen Werbung zu machen.
Er kannte und mochte bisher nur Tangerine Dream.
Mitlerweile wäre es aber interessant gewesen sie zu behalten um sie auch mal mit der RR Version vergleichen zu können
Bei all den schönen Aufmachungen, Booklets und Bonustracks bleibt doch ein schaler Nachgeschmack.

Benutzeravatar
DerTiefStapler
Beiträge: 138
Registriert: Mi 28. Sep 2011, 14:59

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von DerTiefStapler » So 16. Okt 2011, 14:58

Krass hat geschrieben:Meine En=Trance von RR ist heute gekommen.

En=Trance war wie bereits an anderer Stelle erwähnt das erste KS Album mit dem ich gar nichts anfangen konnte.
Hatte mir damals die Vinyl gekauft. Die ich heute noch habe,
Einmal durch gehört und dann ab damit in den Schrank.

Erst in letzter Zeit habe ich sie immer wieder mal spielen lassen.
Wobei mir dieses Album von mal zu mal besser gefällt. Dennoch betrachte ich En=Trance nicht als ein starkes Album.
Es wird nicht soviel in mir berührt wie bei seinen Vorgänger Alben.
Aber man kann es gut anhören.

Von etwaigen Verzerrungen merke ich nichts.

Mitlerweile wäre es aber interessant gewesen sie zu behalten um sie auch mal mit der RR Version vergleichen zu können
Bei all den schönen Aufmachungen, Booklets und Bonustracks bleibt doch ein schaler Nachgeschmack.
Mir ist immer aufgefallen, daß die Aussteuerung der Tracks (kann man z.B. mit einem Programm wie Audacity, bzw. das Leveling (Lautstärkenkompression) auf die Spitze getrieben wurde (ich kenne nur das Re-Issue !).
Musikalisch aus der Zeit wieder eines sehr wirklich besseren Alben (wohlgemerkt, im Rahmen seiner Werke aus der Zeit !), aber
immer noch nicht wirklich überzeugend. Die Preise für das Album und den Jubel kann ich ehrlich gesagt NICHT nachvollziehen.

Bitte nicht persönlich nehmen, sofern jetzt einer der MItschreiber Fan des Werkes ist.

spooky
Beiträge: 548
Registriert: Fr 18. Feb 2011, 21:41

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von spooky » Mo 17. Okt 2011, 19:25

Fm Delight (damals live und ohne Overdubs eingespielt) erinnert mich im Aufbau und der minimalen
Instrumentierung an die Leichtigkeit der 70er. Ähnlich wie Sequenzer (From 70 To 07) von der Kontinuum...

ambient
Beiträge: 363
Registriert: Fr 18. Feb 2011, 16:03
Wohnort: Viersen

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von ambient » Fr 19. Apr 2013, 19:02

Klaus Schulze Spricht über „En=Trance“ Digi Pack 019

Musik aus dem Bauch, Juvelen aus dem Klangkomputer. („Fachblatt“/Deutschland, Mai 1988)

„En=Trance“ ist eine „Schulze pur !“- Platte, ich habe sie ganz alleine gemacht. Wobei ich sagen muss, dass ich Musiker sowieso nur dazuhole, wenn ich merke, das auf einem Stück noch etwas fehlt. Wenn ich zum Beispiel das Gefühl habe, es sollte noch eine Violine drauf, rufe ich (Thomas) Kagermann an. Und für eine Gitarre würde ich immer Manuel Göttsching oder Michel Lücker fragen. Aber bei den Stücken auf „En=Trance“ hatte ich nicht den Eindruck dass noch was fehlte.
Zu „En=Trance“ fällt mir auch noch was Lustiges ein. Die Platte ist ja in der Phase entstanden, als ich gerade die Gruppe Alphaville produzierte. Das war eine Albumproduktion („The Breathaking Blue“), die knapp zwei Jahre gedauert hat. Eine Wahnsinnsarbeit, weil immer wieder was Neues dazukam – ein Piano, ein Akkordeon. Allein den Gesang zu produzieren, hat gedauert ! Und es ist natürlich auch ein großer Unterschied, ob man alleine oder mit einer Band. Wenn ich alleine arbeite, dann oft 16 Stunden am Stück – bis ich mir sage, jetzt hörst du sowieso nichts mehr, hör mal auf ! Dann mache ich am nächsten Tag Pause und arbeite danach wieder 8 oder 10 Stunden. Bei einer Band geht das natürlich nicht, die Musiker wollen ja abends auch mal nach Hause.
Als sich die Alphaville-Produktion viel länger hinzog, als ich gedacht hatte, habe ich irgendwann gesagt, wir müssen mal eine ganz kleine Pause machen, weil die (Plattenfirma) Metronome – beziehungsweise ihr Label Brain – auf eine Platte von mir wartet ! Die Jungs meinten, kein Problem, das tut uns allen mal ganz gut. Ich bin also nach Hause gefahren, habe erst mal zwei Tage abgechillt und dann mit „En=Trance“ angefangen. Nach drei Wochen war ich fertig, und komischerweise wurde gleich eine Doppel-LP daruas. Ich habe die Platte in Hamburg abgeliefert und bin gleich weiter nach Berlin gefahren, um mit Alphaville weiterzumachen. Und da kam (Alphaville-Sänger) Marian Gold rein und sagte:“ Toll, dann können wir ja wieder loslegen. Und was hast du inzwischen gemacht ? Einen schönen Urlaub ! Mit deiner Platte bist du sicher noch nicht fertig.“ Doch, sagte ich, ich habe die Doppel-LP gerade abgegeben. „Eine Doppel-LP ? in 3 Wochen ?“ Ja, hat Spaß gemacht, hahaha.
Aber dieses Schnelle Arbeiten liegt mir. Vor allem arbeite ich gern nachts. Komischerweise bin ich nachts bei allem, was ich mache, viel konzentrierter – ich weiß auch nicht, wie das kommt. Für „FM Delight“ zum Beispiel habe ich nur eine Nacht gebraucht. Aber mit den Rhythmusmaschinen und Sequencern, die es damals schon gab, geht natürlich auch alles viel einfacher. Es fängt schon damit an, dass du nicht mehr einen Schlagzeuger fragen musst, wann er Zeit hat. Du machst es einfach selbst – zuerst den Rhythmus. Und dann spielst du dazu. Im Idealfall geht das in einem Rutsch, wie in einem Konzert. Ich bin ja auch nicht so ein Editier-Freak, für mich ist ein Computer einfach eine Bandmaschine. Wenn ich fünf-,sechsmal verspielt habe, fange ich nicht an, im Computer zu editieren, bis die Fehler weggebügelt sind, sondern lösche die ganze spur und spiele sie neu. Leute, die das sehen, sagen dann oft: “Wie kannst du das wegschmeißen ? Das kriegst du doch nie wieder hin !“ Aber wenn ich es nicht wieder hinkriege, war es auch nicht gut.
Den Titel des Bonustracks“Elvish Sequencer“, hat sich KDM (Schulze-Verleger Klaus dieter Müller) ausgedacht. Aber mit Elvis (Presley) hat das nichts zu tun – jedenfalls nicht, wenn du mich fragst. Denn ich war nie ein großer Elvis-Fan. Klar, er hat seine Verdienste, aber im Gegensatz zu Little Richard oder Jerry Lee Lewis war er mir immer zu glatt – bis auf ein paar Nummern wie „Heartbreak Hotel“ oder „Jailhouse Rock“. Danach wurde er immer seichter. Und dass er dann noch ein deutsches Volkslied singen musste, „Muss i denn zum Städtele hinaus“ (engl.Titel:“WoodenHeart“) – dazu, Herr Kollege, fällt mir gar nix mehr ein. Es ist wie mit den Beatles, die ja auch mal auf Deutsch gesungen haben:“Komm, gib mir deine Hand“. Wir alle wissen doch, was für geniale Komponisten Lennon/McCartney waren. Und dann singen die so was ?! Und was wollen sie halten – die Hand ? Hahaha. Also, mit Elvis hat der Titel nix zu tun ! „Elvish“ bezieht sich auf die Elfen, wie beim „Mitternachtstraum“ von Shakespeare.
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

spooky
Beiträge: 548
Registriert: Fr 18. Feb 2011, 21:41

Re: En=Trance (1988)

Beitrag von spooky » Mo 26. Mär 2018, 20:04

Immer noch eine meiner liebsten Schulze Platten.
Interessant dass das Haupthema von VELVET SYSTEM
bereits Bestandteil der 85er Filmmusik mit Rainer Bloss zu "Walking The Edge" war...

Antworten