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...Live... (1980)

Verfasst: Do 20. Jan 2011, 22:27
von The Bishop
ALBUM-INFO
[attachment=0]Live.jpg[/attachment]
Artist: Klaus Schulze
Titel: ...Live...
Recorded: 1976, 1979
Performed: KS, Arthur Brown (vocals), Harald Großkopf (drums)

Titel:
1) Bellistique (21:24)
2) Sense (51:00)
3) Heart (30:49)
4) Dymagic (29:31)
5) Le Mans Au Premier (17:58) Bonus Track

Bemerkungen:
Von verschiedenen Konzerten 1976 (Berlin) und 1979 (Amsterdam und Frankreich).

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Di 22. Feb 2011, 20:26
von ambient
also ich mag mehr seine studio alben
die qualität der live aufnahmen ist nicht so mein ding
hört sich an als ob es in einer tonne gespielt wurde. :D

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Di 22. Feb 2011, 23:41
von The Bishop
Ist halt live, wäre ja blöd, wenn es genauso wie im Studio klingt ;) Manche sagen, das ist klanglich ein offizieller Bootleg :D

Ich finde Sense fantastisch, ein tolles Livestück, schöne Einleitung, geile Sequenz, schön lange ausgekostet, filigranes Outtro - so mag ich Klaus live.

:geek:

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Do 21. Jul 2011, 12:55
von spooky
Sense vereint wirklich alle typischen Stilelemente aus dieser grandiosen Zeit...
Das Intro ist magisch! Ähnlich aufregend wie der Anfang von Nostalgic Echo!
Als fast eigenständiges Stück empfinde ich die ersten zehn Minuten von Heart.
Eine wunderbare elektronische Ballade, warm und gefühlvoll...

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Di 4. Okt 2011, 19:59
von DerTiefStapler
spooky hat geschrieben:Sense vereint wirklich alle typischen Stilelemente aus dieser grandiosen Zeit...
Das Intro ist magisch! ...
Als fast eigenständiges Stück empfinde ich die ersten zehn Minuten von Heart.
Eine wunderbare elektronische Ballade, warm und gefühlvoll...
Kann ich beides so unterschreiben. Allerdings finde ich das Finale von Bellistique
den Übersteiger des gesamten Albums. Eine Sternstunde, die Sound, die Harmonien ...

... Live ... war bei mir sprichwörtlich Jahrzehnte verfehmt, aber Bellistique ist für
mich immer noch neben Synthasy eine DER Sternstunden im Schaffen von KS ÜBERHAUPT.

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Di 4. Okt 2011, 22:20
von Krass
Ich finde eigentlich alle 4 Stücke Super.
Besonders angetan haben es mir Heart und Dymagic die ich früher nicht so mochte. Aber ich liebe diese Rhytmusmaschine und den Gesang von Arthur Brown.
Nach Jahrzehntelangen Problemen.

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Fr 7. Okt 2011, 08:18
von DerTiefStapler
Krass hat geschrieben:Ich finde eigentlich alle 4 Stücke Super.
Besonders angetan haben es mir Heart und Dymagic die ich früher nicht so mochte. Aber ich liebe diese Rhytmusmaschine und den Gesang von Arthur Brown.
Nach Jahrzehntelangen Problemen.
Interessant, daß wir da dasselbe Problem haben.

ist vielleicht wirklich der damaligen Übergangsphase sowohl für KS wie auch für seine Fans geschuldet ... v

Vielleicht haben ja auch andere im Forum diese Erfahrung gemacht.

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Mo 31. Okt 2011, 09:15
von CHRIS LANG
man darf nicht vergessen,

es waren " kassettenrecorder mitschnitte "

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Mi 12. Sep 2012, 17:36
von Till
Ich habe das Cover der Kassetten-Version (hier die erste von zwei Kassetten) mal eingescant:

_bilder/KS_MC_Live_Vol1.jpg

(Das Bild ist zu groß um hier angezeigt zu werden)

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Mi 12. Sep 2012, 17:38
von Till
CHRIS LANG hat geschrieben:man darf nicht vergessen,

es waren " kassettenrecorder mitschnitte "
Ob das für alle Stücke gilt? So ist Sense ja 3 Jahre älter und wegen der (angeblichen) Kunstkopfaufnahme wohl eher auf Band aufgenommen worden.

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Fr 19. Apr 2013, 18:54
von ambient
Klaus Schulze Spricht über „live“ Diggi Pack 012

Altmeister Klaus Schulze zeigt sich auch auf seiner zwölften Solo-Scheibe in großartiger Form.
Als Live-Interpret auf dem Synthesizer kann ihm wohl keiner das Wasser reichen.(„Elmsholner Nachrichten“/Deutschland, November 1980)
Das „Meta Musik Festival“ in der (Berliner) Nationalgalerie, von dem die „...Live...“-Nummer „Sense“ stammt, war eine Veranstaltung von Walter Bachauer. Er war Programmchef beim RIAS und ein großer Fan von Minimal Music. (W.B.veröffentlichte unter dem Pseudonym Clara Mondshine die von Klaus Schulze produzierten Alben“Luna Africana“ zúnd „Memorymetropolis“ (1981/83). Er starb am 18.Febuar 1989 durch Suizid.) Am selben Abend in der Nationalgelerie, an dem ich mit (Wallenstein/Ash Ra-Schlagzeuger Harald Grosskopf spielte (5. Oktober 1976), trat auch das Gender Waygang-Ensemble des Dorfes Teges Kanginan auf, das ich mir natürlich angehört habe. Sie waren fantastisch – für mich fast so was wie ein menschlicher Sequencer. Dann gab es noch eine japanische Percussion-Gruppe, die auch unglaublich gut war. Und Steve Reich führte seine „Music for 18 Musicans“ auf.
Das Bachauer mich eingeladen hat, lag sicher daran, dass damals die ganze Berliner Szene auf die neue Minimal Music stand. Bachauer hatte überhaupt ein sehr offenes Ohr für sequencer-orientierte Musik; er fand ja dann später auch meine“Mirage“(1977, CD 08 dieser Edition) ganz toll. Als wir Berliner Elektroniker mit unseren Sequencern ankamen, fand er das natürlich unheimlich gut. Er hat sich wohl gesagt, dann nehmen wir für die Veranstaltung auch mal einen Deutschen, der in dieser Richtung was macht. Ich passte einfach ins Konzept – während die anderen Musiker ihren Minimalismus von Hand machten, habe ich ihn elektronisch gemacht. Von Bachauer – er war Österreicher, er kam aus Graz – habe ich noch immer den größten Respekt. Er war nicht nur sensibel, sondern hatte auch ein riesiges musikhistorisches Wissen. Ob europäische Musik der Vergangenheit und Gegenwart, ob außereuropäische Musik oder Jazz & Pop & Rock, er wusste überall Bescheid.
Arthur Brown, der auf „Dynamic“ – die Aufnahme aus Amsterdam (27.Oktober 1979) – singt, hatte ich in der Kantine von Island Records in London kennen gelernt. Er saß da ganz still in einer Ecke, trank seinen Tee, aß ein Sandwich und las ein Buch. Mein damaliger Manager Graham Lawson kam zu mir und sagte:“Der Typ von Fire“ (Single-Hit von The Crazy World of Arthur Brown, 1968)? Das ist nicht dein Ernst.“ Doch“. Sagte Graham, „genau der ist es“ Ich bin dann zu ihm hin und habe ganz bescheiden gefragt: „Bist du Arthur Brown? Ich mache auch Musik, Hättest du nicht Lust, was für mich zu singen“ Er sagte sofort“Ja klar“ Wir sind dann aber nicht zuerst ins Studio gegangen, wie man es normaler weise macht, sondern haben uns darauf geeinigt, dass er zuerst live für mich singt. Das hat dann auch hervorragend geklappt; ich musste ihm nicht mal sagen , was er singen soll. Er kam einfach in seinem langen schwarzen Mantel auf die Bühne und sang – das hat richtig Spaß gemacht. Allerdings hatte Arthur ein paar Macken. Ich meine, wir haben alle unsere Macken, aber bei ihm waren sie extrem. Zum Beispiel musste er vor den Konzerten immer unbedingt Hühnchen essen. Er hat dann auch mal einen Gig verpasst, weil er so ins Essen vertieft war, dass er die Zeit vergaß. Irgendwann viel später verschwand er für ein paar Jahre in ein Kloster, oder er ging nach Houston (Texas), weil er unbedingt in der Nähe der Raumfahrtraketen sein wollte. Aber musikalisch war er supergut, ein toller Sänger. Und wenn man sich musikalisch respektiert, lässt man den anderen auch seine Macken. Was weiß ich, was andere Leute erzählen, was ich für Macken habe!
Der Bonustrack“Le Mans au premier“ ist aus dem Konzert (vom 10.November 1979 )in der Abtei von Lépeau bei Le Mans (Frankreich). Vor Konzerten bin ich ja immer tierisch aufgeregt, ich schleiche mich meistens auf die Bühne undversuche, mich so langsam in die Atmosphäre reinzufinden. Aber weil das eine Abtei war, konnte ich nicht von hinten auf die Bühne, sondern musste erst mal von meinem Zimmer aus durch das Puplikum laufen – und in der Pause wieder zurück. Das war für mich ein echter Spiesrutenlauf. Die Leute wollen dann immer mit mir reden, aber du selbst kannst gar nicht reden, weil du voll Adrenalin bist und auf das Konzert konzentriert. Darum war ich supernervös. Aber generell spiel ich gerne in solchen Locations, wegen der Atmosphäre. Meine Musik ist ja sehr emotional und spontan; so spiele ich in einer Kirche oder Abtei natürlich als zum Beispiel im „Palais de Sports“ (Paris). Die Atmosphäre des Orts beeinflusst mich immer sehr stark; darum ist „Le Mans au premier“ auch eine meiner ruhigen Live-Aufnahmen- -aber sehr schön.

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Sa 12. Okt 2013, 21:48
von spooky
Die ersten zehn Minuten von "Heart" sind magische Soundtrackmusik!
Den Film dazu gibt es noch nicht :-)

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Do 21. Nov 2013, 13:21
von RaceDoc
Hallo zusammen,

ich habe seinerzeit die "Live...1980" oft als Kopie auf einer Musikkassette
gehört und könnte schwören, daß es dort eine Instrumentalversion von
"Dymagic" ohne den Gesang von Arthur Brown gab.

Könnt Ihr das bestätigen? Gibt es ein "Instrumental-Dymagic" auf CD oder LP?

Besten Dank vorab!

Re: ...Live... (1980)

Verfasst: Do 21. Nov 2013, 13:52
von The Bishop
RaceDoc hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich habe seinerzeit die "Live...1980" oft als Kopie auf einer Musikkassette
gehört und könnte schwören, daß es dort eine Instrumentalversion von
"Dymagic" ohne den Gesang von Arthur Brown gab.

Könnt Ihr das bestätigen? Gibt es ein "Instrumental-Dymagic" auf CD oder LP?

Besten Dank vorab!
Hi RaceDoc,
willkommen bei unserem kleinen Haufen. :mrgreen:

Wie ich dir schon im Analog-Forum schrieb, ist der zweite Teil des Stückes "Heart" weitesgehend eine Instrumentalversion von "Dymagic" ;)