Body Love (1977)

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Album-Bewertung Body Love (1977)

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The Bishop
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Body Love (1977)

Beitrag von The Bishop » Do 20. Jan 2011, 21:53

ALBUM-INFO
[attachment=0]Bodylove.jpg[/attachment]
Artist: Klaus Schulze
Titel: Body Love
Untertitel: Original Soundtrack of the Lasse Braun Film
Recorded: 1976
Performed: KS, Harald Großkopf (drums)

Titel:
1) Stardancer (13:38)
2) Blanche (11:44)
3) P.T.O. (27:12)
4) Lasse Braun (22:26) Bonus Track

Bemerkungen:
War die Filmmusik für den gleichnamigen Pornofilm.
Dateianhänge
Bodylove.jpg
Bodylove.jpg (5.77 KiB) 8459 mal betrachtet

ambient
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Re: Body Love (1977)

Beitrag von ambient » Sa 19. Feb 2011, 17:00

finde ein sehr einfühlsames album von klaus
mein favorit hier P.T.O.
leider kann man die 2 clips die im internet über diesen film vorhanden nicht mehr an schauen
wie immer die "rechte" :D
hab ja den film da ist das nicht sooooo tragisch :lol:
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Re: Body Love (1977)

Beitrag von Till » So 20. Feb 2011, 11:49

Na, ja, der Film ist ja auch nicht so prickelnd. Habe mir die DVD vor Jahren mal bestellt. Klar, da ist Klaus Musik drauf und man sieht natürlich auch etwas Handlung im damaligen Genre üblichem Stil. I glaube mich zu erinnern, das die Musik etwas anders Klang. Aber meist waren es nur kürzere Schnipsel.

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Re: Body Love (1977)

Beitrag von ambient » So 20. Feb 2011, 12:01

at till,

es geht hier doch nicht um den film :D das war eben so zu der zeit
da waren "wehrwölfe" eben in mode :D
heute würde "keiner" mehr so einen film drehen.
wir haben da ein zeit dokument der etwas anderen art :D
habe den schon seit 2 jahren nicht mehr gesehen ich schau bzw. höre mir das mal an :D
ob die musik da anders klinkt
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Re: Body Love (1977)

Beitrag von ambient » So 20. Feb 2011, 12:23

mir ist gerade der kaffee aus dem mund gefallen
habe mir den film noch mal kurz angeschaut
die ausdruckslosen hirnigen gesichtausdrücke :D
diese geistreichen kommentare zum brüllen
doch dies wird alles durch die musik von klaus enorm aufgewertet
man achtet gar nicht mehr auf das gesprochene :D geschweige denn auf die bilder
ob das jetzt etwas anders klinkt wie till schreibt kann ich nicht sagen
bei mir ist noch mal die ganze musik im anhang auf der dvd
wenn die darsteller "sie werden heute bestimmt alle die rente durch haben"
diesen film noch mal sehen würden. sie werden bestimmt auch lachen.
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The Bishop
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Rezension

Beitrag von The Bishop » So 20. Feb 2011, 16:31

Wer einen etwas genaueren Blick auf den Film und die Filmmusik werfen möchte, ich habe mich mal an einer detaillierten Analyse versucht, zu finden hier im Forum unter "Filmmusik":

siehe --> viewtopic.php?f=22&t=96

:!:
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Re: Body Love (1977)

Beitrag von CHRIS LANG » Mo 31. Okt 2011, 08:48

die musik ist für diesen bumsfilm fast zu schade !!!

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Krass
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Re: Body Love (1977)

Beitrag von Krass » Do 12. Apr 2012, 21:20

CHRIS LANG hat geschrieben:die musik ist für diesen bumsfilm fast zu schade !!!
Heh,
Es handelt sich auf keinen Fall um Gonzo. Der Film war zu seiner Zeit Revolutionär und ist heute noch Legendär.
Die Haupdarstellerin (Catherine Ringer) war keine Pornodarstellerin. Sondern von Beruf Schauspielerin. Tänzerin und Songwriterin und Musikerin und das sogar erfolgreich. Sie hat insgesamt 8 Auszeichnungen bekommen und viele Musikprojekte veröffentlicht.

Ausserdem:

Zitat Wikepedia:
Der Film wurde von der deutschen Love Film aus Bochum finanziert und kostete rund eine Million DM. Er wurde 1976 im Schloss Groeneveld in der niederländischen Gemeinde Baarn gedreht, die Dreharbeiten dauerten rund eine Woche.[1]

Bei so einer teuren Produktion darf dann auch mal die Musik stimmen.

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Re: Body Love (1977)

Beitrag von spooky » Do 12. Apr 2012, 23:10

So prickelnd der Film auch sein mag oder nicht, war Body Love für mich nie Soundtrackmusik.
Was P.T.O. oder Nowhere - Now Here mit Sex zu tun haben ist mir bis heute schleierhaft...
Wie dem auch sei, letztendlich großartige Musik, was immer man dazu auch treibt ;o)

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Re: Body Love (1977)

Beitrag von Krass » Fr 13. Apr 2012, 00:33

Vorsicht. Body Love 2 hat mit dem Film nichts zu tun.
Klaus hat den Namen nur genommen, weil er einen Remix von Stardancer aufs Album gepackt hat.
Nowhere - now here hat nichts mit dem Film zu tun.

Es wurde einiges an Erklärungen abgegeben.
Wie das der Regiesseuer seine Darsteller sich zu bereits zwei anderen Schulze Platten (Timewind und Moondawn) bewegen lies.
Weshalb andere Musik die man nehmen wollte nicht mehr zum Film passte.
Deshalb bat Lasse Klaus einen Soundtrack im Stil von Moondawn zu machen.

Klaus seine erste Reaktion war auch "Porno? Nein Danke"
Aber er hat dann gesehen, das die Darsteller zu seinen Alben groovten und spontan ja gesagt.

Wobei ich mich heute noch Frage wie man sehen kann nach welchem Sound sich Darsteller bewegen.

Ich persönlich empfinde die Musik in dem Film eher zu domonierend und auch für diesen extrem teuren Porno gar nicht mal so passend.
kann aber auch da dran liegen weil ich mit der Musik nie den Film asoziere.
Den ich aus heutiger Sicht auch sehr altbacken finde.
Vieleicht kommt das aber auch daher weil mich Pornos generell schnell lang weilen.
Und so alte Filme gehen heute gar nicht mehr.

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The Bishop
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Re: Body Love (1977)

Beitrag von The Bishop » Fr 13. Apr 2012, 09:27

Ich muss gestehen, dass der Film mich sehr beeinflusst hat, was das Anhören der Body Love betrifft. Bevor ich den Film kannte, war es für mich einfach nur geile Musik und ich habe mir mein eigenes "Kopfkino" dazu gemacht (was wenig mit Sex zu tun hatte, obwohl ja auf der LP stand, dass es sich um den Soundtrack zu einem Porno handelt).
Aber seit ich den Film gesehen habe, kommen mir jetzt automatisch Bilder aus dem Film in den Sinn, wenn ich Body Love höre - ob ich will oder nicht. Das hat mir ein bisschen die - ich will nicht sagen Unschuld, aber - unvoreingenommene Betrachtungsweise geraubt. :?

Ein bisschen so wie die sexy Stimme am Telefon, aber wenn man dann die Frau das erste Mal trifft...aaaaahhhh :lol:

Trotzdem immer noch eins meiner Lieblingsalben :)
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Re: Body Love (1977)

Beitrag von spooky » Fr 13. Apr 2012, 10:18

The Bishop hat geschrieben:Aber seit ich den Film gesehen habe, kommen mir jetzt automatisch Bilder aus dem Film in den Sinn, wenn ich Body Love höre - ob ich will oder nicht.
... da bin ich aber froh, dass ich den Film noch nicht gesehen habe
und in meinem Kopfkino Klaus vor seinem Moog sitzt... :lol:

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Re: Body Love (1977)

Beitrag von The Bishop » Fr 13. Apr 2012, 11:31

spooky hat geschrieben: ... da bin ich aber froh, dass ich den Film noch nicht gesehen habe
und in meinem Kopfkino Klaus vor seinem Moog sitzt... :lol:
Ich hoffe doch, er hat dabei was an... :lol:
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Re: Body Love (1977)

Beitrag von Krass » Fr 13. Apr 2012, 14:05

Ich muss gestehen, das ich den Film nur durch gescrollt habe.
Da er mir doch etwas zu langatmig war. Hatte mir den halt auch nur wegen dem Soundtrack besorgt.

Bei mir hat er sich zum Glück nicht mit der Musik verbunden.
Ich sehe weder den Film noch Klaus vor mir.
Sondern Galaxien (Stardancer) und wunderschöne Landschafften. Meere, Ufer, Möwen (Blanche)...
Was eben an Bildern so hoch gespült wird.

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hook
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Re: Body Love (1977)

Beitrag von hook » Fr 13. Apr 2012, 22:03

Krass hat geschrieben:Meere, Ufer, Möwen (Blanche)...
Was eben an Bildern so hoch gespült wird.
Das mit dem Meer, Strandspaziergang, Möven ... ja, das kenne ich und das trifft es für mich richtig gut. Es sind Bilder, und die sollen ja ausgelöst werden - nicht die, die der Musiker dir mit dem Titel seiner Tracks möglicherweise suggerieren könnte, sondern die Bilder, die sich bei dir selbst entwickeln. Wäre doch ein neuer spannender thread.
Da gibts einen Musiker, der - na, also - der hat doch ... nee, war´s der ... na, der hat so´ne Platte gemacht die heisst "Bildermusik", glaub´ ich. Ist echt lange her ...

:D :D :D ... passt doch.

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Re: Body Love (1977)

Beitrag von Krass » Fr 13. Apr 2012, 22:10

Picture Music ist ja noch aus den richtig guten Zeiten.
Was ich da an Gefühle entwickel stellt alles Digital gemachte weit in den Schatten.
Zumindest was meine Person betrifft.

Aber das gehört in den Thread nebenan :D

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Re: Body Love (1977)

Beitrag von ambient » Fr 19. Apr 2013, 17:24

Klaus Schulze Spricht über „Body Love“ Digi Pack 007
BODY LOVE is electronic discreet music maximised, so discreet you can´t even remember to forget it. Hence its appeal, of course (“New Musical Express”/England, 3.Dezember 1977)
“Body Love” hat eine lustige Entstehungsgeschichte. Ich bekam eine Anruf von einem Filmproduzenten namens Manfred Menz, mit dem ich heute noch befreundet bin, denn ich wurde dann für einige Zeit sein Hauskomponist und habe zum Beispiel den „Barracuda“-Soundtrack (1978) nicht als Album veröffentlich) für ihn gemacht. Er wohnt heute in Malibu, Kalifornien, wo ich ihn vor ein paar Jahren noch besucht habe. Dieser Manfred Menz rief mich an und fragte, ob ich die Musik für einen Porno machen würde. Ich sagte zuerst:“ Porno ? Nee, so was mache ich nicht.“ Dann stellte sich heraus, das der Regisseur Lasse Braun den Film schon zu Musik von meinen Alben „Timewind“ (1975) und „Moondawn“ (1976) gedreht hatte. Was man auch sehen konnte, denn die Pärchen in dem Film bewegten sich zu meinen Grooves. Aber nun waren sie an dem Punkt, wo der Film - dermit einem Budget von 1 Million (Deutsche Mark) für einen Porno sehr teuer war fertig war und sie nach der endgültigen Musik suchten. Zuerst probierten sie es mit normaler Popmusik, aber das klappte nicht. Also sagte Lasse zu Manfred: „ Lasen wir doch einfach von Schulze so eine ähnliche Musik wie „Moondawn“ machen !“
Ich bin dann mit meiner damaligen französischen Freundin Blanche (Namensgeberin für Track 2 auf „Body Love“) zu Manfred gefahren, wir haben uns den Streifen angeguckt und gedacht, so schlecht ist er eigentlich nicht ! Außerdem gab´s in dem Film nicht viel Dialog, so dass man Musik komplett durchlaufen lassen konnte. Ich brauchte also nicht hier zwei und dort drei Minuten zu machen, bis wieder ein Dialog kam oder eine Tür klappte, sondern es konnte eine richtige Komposition werden.
Dann lernte ich auch den Lasse Braun kennen – ein sehr lustiger Typ, der auch nicht nur Pornos machte, sondern sich zum in Holland für eine Behindertenorganisation engagierte. Er sagte: „Mach mir einfach 1 Stunde Musik, es dürfen auch 90 Minuten sein. Ich lege dann die Musik unter den Film und mache Fade-outs an den Stellen, wo keine Musik sein soll.“ Das kam mir sehr entgegen. Weil es meiner Arbeitsweise entspricht. Ich musste nur auf das Timing achten. Es musste das „Moondawn“-Timing sein, weil die Pärchen im Film entsprechend „gewippt“ haben.
Als das Album herauskam – die erste Auflage hatte noch das Cover mit den Standaufnahmen aus dem Film-, sprachen mich natürlich einige Leute an und meinten:Musik für einen Prono ? Wie kannst du nur !“ Aber ich weiß von anderen, dass sie gesagt haben:“Ich geh´ins Kino und guck´mir einen Porno an - aber nur, um die Schulze-Musik zu hören !“ endlich hatten sie mal eine gute Ausrede !
Es wäre sicher ganz lustig gewesen, diesem Re-release noch eine Bonus-DVD mit dem Film beizulegen – so wie wir es bei „Dig It“ (Nr. 13 dieser Edition) mit der „Linzer Stahlsinfonie“ gemacht haben. Dann wäre das jetzt die erste Schulze-Platte, die nur unter dem Ladentisch verkauft werden darf !Darum haben wir es bei dem Bonustrack „Lasse Braun“, der aus der „Body Love“-Zeit stammt und im Gegensatz zu den anderen Stücken sehr ruhig ist, belassen und als Cover auch nicht noch mal die Stills aus dem Film verwendet, sondern das „geschmackvolle“ weiße Cover mit der Zeichnung.
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