Blackdance (1974)

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Album-Bewertung Blackdance (1974)

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Abstimmungen insgesamt: 17

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The Bishop
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Blackdance (1974)

Beitrag von The Bishop » Do 20. Jan 2011, 16:10

ALBUM-INFO
[attachment=0]Blackdance.jpg[/attachment]
Artist: Klaus Schulze
Titel: Blackdance
Recorded: 1974
Performed: KS, Ernst Walter Siemon (voice)

Titel:
1) Ways Of Changes (17:14)
2) Some Velvet Phasing (08:24)
3) Voices Of Syn (22:40)
4) Foreplay (10:33) Bonus Track
5) Synthies Have (No) Balls? (14:42) Bonus Track

Bemerkungen:
Die Bonus Tracks sind aus 1976.
Dateianhänge
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ambient
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Re: Blackdance (1974)

Beitrag von ambient » Sa 19. Feb 2011, 16:04

also sorry leute
mit dem album kann ich rein gar nichts anfangen !
ist mir alles zu hektisch, die geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden :D
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
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The Bishop
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Re: Blackdance (1974)

Beitrag von The Bishop » Di 17. Mai 2011, 18:38

Eigentlich fängt es ja ganz nett an mit der akustischen Gitarre von Ways of Changes, aber dann wird es wirklich hektisch mit dem Schlagzeug, und das bleibt ja dann bis zum Ende so...ein anstrengendes Stück.

Dafür ist Some Velvet Phasing ein schönes ruhiges Stück, das ich gerne höre.

Voices Of Syn ist für mich das schwächste Stück des Albums, wobei ich den Gesang am Anfang gar nicht mal so schlecht finde, hätte aber m.E. eher ausgeblendet gehört. Doch dann kommt diese krude Rhythmusschleife, die irgendwie nach Lärm klingt und sich bis zum Ende hinzieht...nicht mein Fall.

Der erste Bonustrack Foreplay beginnt auch mit Lärm und bietet im Verlauf zwar einige schöne Flächen, aber wenig Abwechslung. Bonus Nr. 2 Synthies Have (no) Balls? beginnt ähnlich, wartet aber zur Mitte hin mit einem schmissigen Schlagzeuggroove auf. Ob die Geschwindigkeitsschwankungen zum Ende hin beabsichtigt waren...meinen Hörgewohnheiten laufen sie leider zuwider...

Tatsächlich eines der schwächeren Alben für mich und angesiedelt zwischen Picture Music und Timewind eigentlich nur als Experiment zu werten...
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Re: Blackdance (1974)

Beitrag von spooky » Fr 20. Mai 2011, 09:02

Der zweite Bonustrack Synthies Have (no) Balls? klingt irgendwie
nach einer live eingespielten Demo-Version von Stardancer...

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Re: Blackdance (1974)

Beitrag von The Bishop » Mo 23. Mai 2011, 23:37

spooky hat geschrieben:Der zweite Bonustrack Synthies Have (no) Balls? klingt irgendwie
nach einer live eingespielten Demo-Version von Stardancer...
Ich glaube ich weiß, was du meinst...die Drums, stimmts? :)
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Re: Blackdance (1974)

Beitrag von spooky » Di 24. Mai 2011, 07:29

Der Aufbau, die Chöre, die Sequenz, das Solospiel und natürlich auch die Drums...
Egal, schöne Sessionsmusik... ;)

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Krass
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Re: Blackdance (1974)

Beitrag von Krass » Di 27. Sep 2011, 02:29

Als Frühwerkefan finde ich auch Black Dance ein Meistwerk aus Schulzes Anfangsphase.
Die Kritik meiner Vorgänger kann ich nicht teilen. Mein Lieblingsstück ist "Some Velvet Phasing".

Aber auch die anderen beiden Stücke haben noch viel mystische Elemente der kosmischen Musik in sich.
"Ways of Changes" ist ein interessantes und gelungenes Experiment. Besonders die Stringittare hat es mir angetan.
Positv auch das noch auf echten Trommeln getrommelt wird anstatt eine Rhytmusmaschine einzusetzen (Falls es sowas damals schon gab)

Unglaublich Fremdweltlich klingt für mich "Voices of Syn".
Es ist wie eine Reise an einen anderen Ort wo die Dinge nicht so sind wie hier.
Bizzare Strandlandschafften..... Surrealistische Kulissen... Mit dieser CD betritt man die Welt welche auf und im Cover gezeichnet wurde.
Unbekannte magische Orte. Der gleichbleibende Rhytmus hypnotisiert mich regelrecht während des darüber immer wieder diese herrlichen Schwingungen regnet.

Hoch fasziniert bin ich auch vom ersten Bonustrack.
Was sicher daran liegt das ich ein Fan dieser alten elektronischen Chöre bin. Wie man sie bei Friedrich Nietzsche am Anfang hört oder auch in Kraftwerks "Radioaktivität".
Da das Stück fast nur aus Chor besteht vermittelt es etwas einsames und sehnsüchtiges.

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DerTiefStapler
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Re: Blackdance (1974)

Beitrag von DerTiefStapler » Do 29. Sep 2011, 09:09

Ich finde Blackdance im Gegensatz zu den anderen Frühwerken wie Irrlicht, Cyborg oder Picture Music fast unhörbar. "Some Velvet Phasing" ist noch am hörbarsten, aber deutlich zu lang, alles andere kling unausgegoren. Die Bonus-Tracks hingegen sind noch durchaus reizvoll.

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Re: Blackdance (1974)

Beitrag von ambient » Fr 19. Apr 2013, 17:18

Klaus Schulze Spricht über „blackdance“ Diggipack Nr.004

Schulze has been described as one of the few electroni composers to put feeling into essentially dead machines, and “Blackdance” provies that to be true.
(“Luton Herald”/England, 23 August 1974)

“Blackdance” war mein erstes Album, das in England veröffentlich wurde – auf Caroline, einem Virgin-Label.(Virgin-Chef)Richard Branson hatte sich vorher schon Tangerine-Dream geangelt und hat sich dann auch bei mir gemeldet. Ich habe natürlich sofort zugesagt. Nicht nur, weil Branson ein Faible für Musik aus Deutschland hatte, sondern weil Virgin damals neben Island Records die englische Renommier-Firma war.
Island wäre mir, ehrlich gesagt, noch lieber gewesen. Die Firma fand ich noch geiler, weil (Island-Chef) chris Blackwell diese ganzen tollen Reggae-Sachen heraus brachte-Bob Marley, Jimmy Cliff. Blackwell wurde aber erst hellhörig, als ich bei Stomu Yamash´tas GO war. Stomu war bei Island unter Vertrag, und als ich bei unserem Pariser GO-Konzert (12.Juni 1976) den meisten Applaus bekam, fragte mich Blackwell, ob ich nicht zu Island kommen will. Da habe ich mit wehenden Fahnen die Seiten gewechselt. Island hatte auch eine Kantine, die 24 Stunden geöffnet war und in der man umsonst essen und trinken konnte. Überall standen Sofas und Kicker herum. Ich habe da mal gegen Bob Marley gekickert und promt verloren. Wahrscheinlich hatte ich nicht genug „geraucht“. Marley war im Kickern die absolute Nummer eins- unschlagbar, der Mann.
Aber schon Virgin war für mich ein Riesenschritt nach vorn. Allein dadurch, das man bei einem englischen Label war, wurde man von der Presse ganz anders wahrgenommen. Außerdem war es ein weltweiter Deal; das heißt, ab“Blackdance“ waren meine Platten auch in Frankreich, USA und Japan erhältlich. PolyGam hatte zwar vorher auch weltweite Rechte an meinen Platten gehabt, hat sie aber praktisch nicht genutzt, außer für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Für“Voice of Syn“ – das längste “Blackdance“-Stück – habe ich die Stimme von Ernst Walter Siemon benutzt. Das war ein Opernsänger, der damals gerade in dem (Berliner)Studio probte, in dem wir die erste Tangerine –Dream-Platte “Electronic-Meditation“(1970)aufgenommen hatten. Ich war zufällig da und habe ihn gefragt, ob er was für mich singen würde. Er hat dann für mich eine kleine Collage aus Verdi und ein paar anderen Komponisten gebastelt, die ich auf meiner Revox aufgenommen und später für dieses Intro verwendet habe.
Die 12-String-Gitarre auf BLACKDANCE habe ich selbst gespielt, ebenso Congas und Tabla. Im Nachhinein muss ich allerdings sagen, ich hätte die Gitarre weglassen sollen. Ich war in New York gewesen und hatte in „Manny`s Music Store“ eine Martin-12-String gekauft, weil sie unglaublich schön klang. Ich dachte, den Sound muss ich unbedingt in ein Stück einbauen. Aber kaum hatte ich „Blackdance“fertig, fand ich das mit der Gitarre und den Congas und Tablas schon nicht mehr so toll, es klang mir zu folkloristisch. Anderseits habe mir viele Leute gesagt, dass sie gerade dadurch auf Schulze aufmerksam geworden sind – zuletzt zum Beispiel Steven Wilson von Porcupine Tree. Er findet „Blackdance“ wahnsinnig toll. Ich habe gerade erst mit ihm telefoniert. Er ist jetzt ein halbes Jahr mit Porcupine Tree unterwegs, aber danach wollen wir was zusammen machen. An die beiden Bonustracks kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Ich glaube, dass sie 1975 im Manor-Studio entstanden sind, wo ich die Far East Family Band (mit Takahashi a.k.a. Kitaro) produziert habe – vielleicht in einer Pause, als die Jungs schliefen. Aber beschwören kann ich es nicht. Es gibt ja irrsinnig viele Bänder, die ich vollgespielt habe und die zwischengelagert werden, bis (Klaus Dieter) Müller sie wieder ausgräbt. Die Major Companies, bei denen ich damals war, stehen auf dem Standpunkt:Nicht mehr als eine Platte pro Jahr! Aber ich mache doch nicht einmal im Jahr 14 Tage Musik und sitze den Rest des Jahres in der Gegens rum. Und wenn mich jemand 30 Jahre später fragt, wann , und wo und wie ich eines dieser Stücke gemacht habe, ist es für mich wie die Steuerfahndung:“Wo haben Sie am 7.August ´97 getankt?“ Wenn schön Müller nicht genau weiß, wann und wo ich ein Stück gemacht habe, dann weiß es niemand.
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