Picture Music (1973)

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Album-Bewertung Picture Music (1973)

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............X ich kenne das Album (noch) nicht
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The Bishop
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Picture Music (1973)

Beitrag von The Bishop » Do 20. Jan 2011, 16:01

ALBUM-INFO
[attachment=0]Picture Music.jpg[/attachment]
Artist: Klaus Schulze
Titel: Picture Music
Recorded: 1973 (Release 1975)
Performed: KS

Titel:
1) Totem (23:53)
2) Mental Door (23:02)
3) C'est Pas La Même Chose (33:00) Bonus Track

Bemerkungen:
C'est Pas La Même Chose ist eine Variation von Totem.
Dateianhänge
Picture Music.jpg
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ambient
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Re: Picture Music (1973)

Beitrag von ambient » Sa 19. Feb 2011, 15:48

dieses album gefällt mir erheblich besser
weil es etwas melodischer ist.
der bonus track jedoch ist mir zum ende hin etwas zu hektisch
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

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The Bishop
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Re: Picture Music (1973)

Beitrag von The Bishop » Sa 19. Feb 2011, 15:58

Ein wie ich finde sehr homogenes, fließendes Album mit einem guten Bonustrack aus der gleichen Aufnahmesession. Ich finde C'est Pas La Même Chose sogar eine Spur spannender als Totem, wohl weil es durch die Länge ein paar weitere Ideen ausarbeitet.

Auf Mental Door kann man dann unseren lieben Klaus auch mal Schlagzeug spielen hören, bevor er später immer Gastdrummer genommen hat.

Kurze Frage: kommt nur mir Totem etwas übersteuert vor, oder habe ich ne schlechte Kopie erwischt? Einige Frequenzen verzerren bei mir, klingt nicht schön...

:?
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spooky
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Re: Picture Music (1973)

Beitrag von spooky » Do 7. Apr 2011, 20:10

Picture Music war für mich die erste richtige Elektronikplatte von Schulze.
Allerdings hat mir Timewind immer viel besser gefallen!
Bei Totem mag ich vor allem die letzten Minuten und so war C'est Pas La Même Chose
auf der Deluxe-Edition 2005 mit dem endlos langen Schluß ein toller Bonus! Die letzten zwei
Minuten auf dem ARP Odyssey sind einfach nur geil...
@ Olaf: hast recht, leider etwas übersteuert...

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hook
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Re: Picture Music (1973)

Beitrag von hook » Fr 8. Apr 2011, 20:06

Hatte ich ja ewig nicht mehr an ... na, da muss die Kritik wohl etwas warten.

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DerTiefStapler
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Re: Picture Music (1973)

Beitrag von DerTiefStapler » Di 4. Okt 2011, 20:02

Ich schreibe jetzt nur über das reguläre Album, den Bonustrack finde ich eher doof/langweilig.

Beide Tracks haben Ihre Klasse auf der mittleren Schiene, d.h., für mein Gefühl wären 12/14 Minuten genug gewesen.
Wenn ich mir KS mit ins Auto nehme auf meinen CD - Player, mixe ich mir immer ca 10 Minuten aus beiden Tracks
zusammen.

CHRIS LANG
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Re: Picture Music (1973)

Beitrag von CHRIS LANG » Mo 31. Okt 2011, 08:23

totem erzeugt in mir einen kopf-film

ein ewig langer weg....ins nichts....herbst , blätter fliegen , wind....leere....depressionen....

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Krass
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Re: Picture Music (1973)

Beitrag von Krass » Mo 31. Okt 2011, 16:44

Die ersten 5 Alben sind meine besonderen Lieblinge die regelmässig hier auch laufen.

"Totem" ist für mich eines der besten Stücke von KS.
Entsprechend genervt bin ich von der hohen Aussteuerung der RR Ausgabe.

Von "Mental Door" mag ich am liebsten die ersten 6 Minuten. Danach wirds etwas diffus.

ambient
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Re: Picture Music (1973)

Beitrag von ambient » Fr 19. Apr 2013, 17:17

Klaus Schulze CD Nr.003 Digi Pack
Spricht über „Picture Music“
Durch die starke Rhythmusbetonung in Verbindung mit den zirpenden und schwellenden Synthesizerklängen gewinnt „Picture Music“ eine Spannung und unterschwellige Aggressivität, die das Zuhören nie anstrengend werden lässt.
(„Sounds“/Deutschland, Mai 1975)
Bei „Picture Music“ ist mir was lustiges passiert, das vielleicht die Experten interessiert. Es gab damals in Berlin einen Typ namens Schulte. Er hatte einen Phaser gebaut, der später als „Schulte Compact Phaser“ Kult geworden ist. Ich hatte dieses Teil und habe es natürlich gleich extrem eingesetzt ! Ich hatte ja damals noch keine Ahnung von Sachen wie Phasendrehern. Ich habe einfach losgelegt und gedacht, ja klingt geil, so must du es machen ! Dann kam das fertige Vinyl zurück, und ich habe es gemerkt: Wenn ich auf Mono drücke, ist der ARP Odyssey – das war neben dem EMS VCS3 der zweite Synthesizer - total ruhig, einfach weg !
Ich dachte, was ist denn hier passiert ? Bis mir jemand sagte, tja alter, da hast du genau 90 Grad Phasendrehung drin ! Wenn „Picture Music“ eine Platte mit Gesang gewesen wäre, hättest du also gleich die Karaoke-Version mitverkauft – du brauchtest am Verstärker nur auf Mono zu drücken. Ich habe das dann auch auf eines der verschiedenen Covers von „Picture Music“ drucken lassen.“ Bei Mono ist ein besonderer Effekt zu hören.“Oder so ähnlich. Aber ich habe natürlich nicht verraten, was für ein „Effekt „ das ist, hahaha.
1973 – das Jah, in dem „Picture Music“ entstand – ging es für mich auch mit Konzerten richtig los, zuerst in Frankreich, Ich hatte zwar schon zur Zeit von „Irrlicht“ (1972) Konzerte gegeben, aber die fanden in kleinen Clubs in Berlin statt. Schon Damals hatte ich immer mörderisches Lampenfieber ! Das hat sich auch bis heute nicht gelegt. Erst wenn ich den Applaus kriege und das Konzert vorbei ist, fange ich an, mich auf der Bühne wohl zu fühlen. Vorher ist mir immer übel. Aber damals, muss ich sagen, war das auch berechtigt. Denn meine ersten Konzerte habe ich ja nur mit einer Farfisa-Orgel, einer Revox als Echomaschine und ein paar kleinen Effektgeräten gemacht. Das würde ich mich heute überhaupt nicht mehr trauen ! Aber leicht war es für mich auf der Bühne nie. Noch heute darfst du mich vor einem Konzert überhaupt nicht ansprechen. Aber von Louis Armstrong gibt es ja schon das Zitat:“ Wenn du kein Lampenfieber mehr hast, solltest du nicht mehr auf die Bühne gehen.“Und Marian Gold von Alphaville hat mal zu mir gesagt:“Nur gute Musiker haben Lampenfieber!“
Was sich für mich bei Konzerten geändert hat, ist, dass ich eine Gage heute wirklich mitnehmen darf. Als ich angefangen habe, war das oft nicht so klar. Die Szene war ja so total politisiert, wie man sich das heute gar nicht mehr vorstellen kann. Es ging so weit, das manche Veranstalter vor dem Konzert sagten:“Wir lassen die Leute jetzt rein, aber die zahlen alle nicht, weil wir das niht einsehen. Und die Gage kannst du vergessen. Aber spiele dein Set bitte zweimal, weil mehr Leute gekommen sind, als wir gedacht haben!“
Ich erinnere mich auch noch, wie wir mal mit Tangerine Dream in der „Alte Oper“ in Frankfurt am Main gespielt haben, zusammen mit dem Konzeptkünstler Bernhard Höke. Der Höke hat rohes Fleisch ins Publikum geschossen, und wir haben dazu Musik gemacht. Das war für ihn das Happening, als die Leute ihre Abendkleider voll Fleisch und Blut hatten. Danach sind wir zur Kasse gegangen, weil wir damals von der Hand in den Mund gelebt haben – die Gage reichte gerade für die Wagenmiete und das Benzin. Wir wollten die Gage abholen, und es stellte sich heraus, dass gerade mal eben die Kasse geklaut worden war. Und weil die alle so politisch waren, sagten sie:“Macht mal keinen Stress ! Die Leute, die die Kasse geklaut haben, brauchen das Geld dringender als ihr.“ Echter Sozialismus, hahaha.
Der Bonustrack auf „Picture Music“, Cést pas la méme chose“, ist eigentlich nur eine längere Version von „Totem“. Damals, als „Picture Music“ auf Vinyl herauskam, musste man aber noch darauf achten, dass auf jeder LP-Seite nicht mehr als 20 bis maximal 25 Minuten Musik waren – mehr ging technisch einfach nicht. Auf eine CD passt aber wesentlich mehr Musik. Darum habe ich gesagt, lasst uns die längere Version, die ja auch etwas anders ist, mit auf den Re-release nehmen – als Bonus für Connaisseure.
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

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