Wie ich zu Klaus Schulze kam...

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The Bishop
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Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von The Bishop » Mi 19. Jan 2011, 21:05

Also, bei mir ist der große Bruder Schuld.

Der hat sich früher manchmal Platten gekauft, ohne zu wissen, wie die Musik ist, einfach weil er das Cover cool fand. So hat er z.B. die Oxygene gekauft mit dem Schädel unter dem Erdball, oder TDs Hyperborea, weil er den Namen kannte aus Conan-Romanen.

Tja, und dann hat er die Irrlicht gesehen und fand das Cover auch klasse mit diesem filigranen Alien drauf. Und schwupps, das war das erste mal, dass ich eine KS-Platte gehört habe, da war ich noch ganz klein.

Nun ist Irrlicht schon etwas heavy für einen kleinen Jungen wie mich, ich hielt mich da eher an Jarre und TD, da konnte ich was mit anfangen. Doch dann holte sich mein Bruder die X vom Klaus, und es war um mich geschehen. Ich hörte die rauf und runter, heimlich auf meinem kleinen Schrebbel-Plattenspieler - gut dass mein Bruder dass nie erfahren hat... Smile

Danach widmete ich mich nochmals der Irrlicht, und es wurde mein Lieblingsalbum aller Zeiten daraus. Es dauerte allerdings noch ein paar Jährchen, bis ich selbst meinen ersten CD-Player bekam, bevor ich dann begann, so nach und nach meine eigene KS-Sammlung aufzubauen. Natürlich fing ich an mit Irrlicht und X, dazu die Miditerranean Pads und den Sampler History. Und dann immer weiter...

Ich kann mich nicht daran satthören, und bei der Fülle von Werken entdecke ich immer wieder Neues. Und dann fühlte ich mich irgendwie berufen, ein deutsches KS-Forum auf die Beine zu stellen, und voilá...

Wie ist Eure KS-Story?

Olaf
"Wenn einer absolut keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten!" Dieter Nuhr

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S-K
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von S-K » Di 1. Mär 2011, 15:08

Elektronische Musik höre ich seit meinem 6. Lebensjahr, das war so 1994. Ich habe damals viel "The Future Sound of London" und "The Orb" gehört. Zu derzeit kannte ich "Elektronische Musik" nur in Form der wöchentlich ausgestrahlten Musik-Sendung House Frau. In der Sendung lief viel Techno, aber immer mal wieder mal experimentelle Stück von "Mouse on Mars" oder "Biosphere". Damals gab es einen ganz guten Plattenladen in meiner Nähe der eine riesige Auswahl an "Elektronischer Musik" hatte, so kam ich dann auch zu "Kraftwerk".

Im November 1996 habe ich zum ersten Mal Musik von Klaus Schulze gehört und zwar auch auf dem Musiksender Viva. . Damals lief während "Klaus Schulze" - "Voices in the Dark" soweit ich weiß, die Remix Version von Thomas Fehlmann. Das Lied hat mich jetzt nicht umgehauen, aber ich habe mir den Namen Klaus Schulze gemerkt.

Damals hatte ich noch keinen Computer und kein Internet somit konnte ich auch keine Informationen einholen. Gegen Ende 1997 sah ich dann in einem Plattenladen die CD "Dosburg Online". Mir fiel der Name ein und ich habe mir die CD gekauft. In den Jahren kamen dann immer mehr hinzu.

Weiterhin höre ich gerne "Tangerine Dream", "Jean-Michel Jarre" und "Kraftwerk"
"A day without the music from Klaus Schulze is a lost day" S.K.

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hook
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von hook » Do 17. Mär 2011, 19:28

Meine elektronische Reise begann mit TD, wenn ich es recht erinnere mit Phaedra, und dann immer weiter bis heute. Das Zusammenspiel von Melodie und Rhythmus hat mich damals schon fasziniert, und ich habe mich mit dem Gesamtwerk intensiv auseinandergesetzt. Frühe "Gegenspieler" waren natürlich die Kraftwerk´ler. Jarre und Vangelis, eher beiläufig und später recht uninteressant geworden. Klaus Schulze lag bei uns mit CYBORG (fürchterlich), MOONDAWN (spannend) und TIMEWIND (herrlich) zuerst herum und so nach und nach kam ich dahinter, das auch diese musikalische Ausdrucksform interessant und - aaah ! - hörbar ist.
Der zentrale Auslöser für das erweiterte Interesse an KS war dann, das mir ein guter Freund die "Silver Edition" schenkte. es machte "rrrummms !" - naja, wie´s dann eben so ist.

Vieles von Klaus Schulze ist nichts für mich, es ist zu anstrengend, zu komplex und - using the english phrase - much too much. Doch es ist genug dabei, das es mich fasziniert und erfreut. Die Contemporary Works 1+2 beispielsweise sind sehr gelungen. Es ist mit KS genauso wie auch mit Tangerine Dream, die Musik verändert sich, das eigene Hörverhalten auch - und man greift ohne falsche Worte gerne auf die Musik zurück, die einen am meisten berührt - während andere Dinge eher im Schrank bleiben.

Hook

phrozenlight
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von phrozenlight » Fr 18. Mär 2011, 13:22

pfffff, meine liebe entstand als ich Timewind fürs erste Mahl hörte. es war ein trip (ohne drugs oder alcohol) wie ich noch nie erlebt hatte.

meine music zurzeit war hawkwind, uriah heep, ELP, jane, novalis, genesis, yes. wakeman und oldfield,
es war das jahr 1975.
TD war noch nicht bekannt bei mir. Aber ein freund hat KS, TD & Tomita und wollte mir hören lassen warum er Tomita liebte.
Ich hasse Tomita noch immer, aber Klaus bekam mein HERO ;) nach eine weile bekam TD auch zu meine Highlights aber KS war und bleibt der beste.

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Till
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von Till » Sa 19. Mär 2011, 12:30

1981 (oder war es 1980?) lernte ich über eine Fernsehsendung (von der Spieluhr zum Musikcomputer) Edgar Froese kennen, der dort als Mitglied von TD vorgestellt wurde. Und die Musik die man dann von ihm hörte gefiel mir sehr. KS war mir gänzlich unbekannt. Später (und nach einigen TD LPs) im Frühjahr 1982 hatte ich TDs Encore laufen als ein Bekannter der Familie (Jahrgang 1936) mich fragte, ob das KS sei. Nach längeren Beschreibungen von seinen Erlebnissen mit KS Musik kaufte ich mir am nächsten Tag meine erste KS Platte: Timewind.
Die Musik gefiel mir sehr. Sie war emotional so anders als TD. Mitlerweile höre ich zu über 60% aller Musik die ich laufen lasse KS. Und das seit fast 30 Jahren.

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Sudden
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von Sudden » Di 7. Jun 2011, 11:56

Damals gab es bei uns (ich bin 50) einen Radiosender, der Neuerscheinungen präsentiert hatte.
Dadurch - zudem Lasse Braun auch ein Begriff war, hatte man sich das Werk "Body Love" angehört.
Nach und nach hatte ich mir mal eine LP gekauft. Ich war nicht immer ganz UpToDate, denn ich empfand
die Musik als etwas Schwierig. Später kam Kraftwerk und Jean Michel Jarre, die da schon "kommerzieller" waren.
Mit Klaus Schulze konnte niemand etwas in meinem Freundeskreis etwas anfangen. Tangerine Dream ist mir Anfang 80
durch eine LP "Live Encore" vom Freund aufgefallen. Diese LP - mittlerweile CD höre ich bis heute noch mind. 3 mal im Jahr.
Von Klaus Schulze hatte mir noch besonders "Dig It", "Audentity" und auch andere gefallen. Aber nicht unbedingt alles.
Mitllerweile habe ich eine gute Sammlung zusammen. Ich war auch auf einigen Konzerten, die mir immer gefallen hatten.
Ich hatte mal eine limitierte Sample CD von Klaus gekauft und benutze auch wegen ihm den Manikin Schrittmacher (in Schwarz).

In einigen meiner älteren Tracks macht sich der Einfluss von Klaus bemerkbar. Ich versuche es aber zu vermeiden,
die Spielweise von Klaus zu kopieren. Klaus ist ein Künstler für sich und das finde ich auch gut so.

Gruss Sudden

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DerTiefStapler
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von DerTiefStapler » Fr 7. Okt 2011, 16:58

Meine Einstiegsdroge hieß 1975 (da war ich zarte 10 Jahre alt) Kraftwerks
"Autobahn" und "Radioaktivität" sowie natürlich zu der Zeit
der unvermeidliche weil unwiderstehliche Jean Michel Jarre mit den
echten Hits "Oxygene" und "Equinoxe". Das war sozusagen der
Einstieg in die Welt der EM. Später bekam ich über den großen Bruder eines
damaligen Freundes zu Tangerine Dreams Force Majeure (übrigens auch
heute noch eine meiner Lieblingsalben überhaupt, vermutlich aus sentimentalen
Gründen !) ... dann erzählte mir mein Freund, daß sein Bruder sich jetzt was
völlig merkwürdiges mit komischen stehenden Tönen gekauft hätte. So komische
Geigen und Orgeln ... Cyborg ... tja, das war der HAMMER ... .

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Krass
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von Krass » So 16. Okt 2011, 19:24

Ich habe mit 11 Jahren meine Liebe zu Musik entdeckt die einfach anders klingt als der Mainstream.
in der Plattensammlung meines Bruders habe ich "Phaedra" von "Tangerine Dream" entdeckt und war von der Musik begeistert.
"The Sweet" wanderten in den Plattenschrank.

Dann habe ich in der Hörzu eine Kritik zu einem Kraftwerk Album gelesen, das die Tage neu erschienen ist.
Der Titel machte mich neugierig "Radioaktivität". Habs mir dann gekauft und war begeistert und habe mir dann die älteren Alben alle nach gekauft.

Eine Band entdeckte man hier und eine andere da.
Aber es waren andere Zeiten damals. Da war nichts mit googlen und im Internet recherchieren.
Man war auf den Zufall angewiesen. Auf das stöbern in Plattengeschäften. Das neugierig gemacht werden durch schöne Covergestaltungen.
Allenfalls gabs dann mal ein Buch mit dem Titel "Rock in Deutschland" wo erschienene Platten aufgelistet waren.

Von Klaus Schulze hörte ich erst als sein Album X. gerade erschienen war.
Im Radio hörte ich den Namen zum ersten mal. Es ging um elektronische Musik. Der Name Klaus Schulze fiel und man spielte "Frank Herbert" an.
Meine Reaktion auf diese Klänge und den schönen elektronischen Chor kann man nur als euphorisch bezeichnen.
Ich rannte sofort los um mir "X" zu kaufen.

Sinnigerweise war der X DoLP neben viel Bild und Textmaterial auch eine Auflistung aller seiner davorigen Werke beigefügt.
Von den Urs Amman Covern war ich gleich begeistert.
Habe mir dann alle 9 fehlenden Platten zu Weihnachten gewünscht.
Sie am späten Heiligen Abend im Zimmer im Kreis aufgestellt. Mich in die Mitte gesetzt und angefangen alle durch zu hören.
So ging das dann den ersten und den zweiten Weihnachtstag weiter.

Ich werde nie diese Gefühle vergessen die Stücke wie "Bayreuth Return" oder "Crystal Lake" in mir auslösten.
Von Irrlich hatte ich schon die Musik im Traum gehört bevor ich sie kennen lernte. (Im Traum klang sie aber ganz anders *fg)
"Frank Herbert" selbst finde ich heute recht unspektakulär. Aber das war eben das erste was ich von Klaus hörte.

Seit diesen Tagen hat Klaus Schulze in meiner Platten und Später CD Sammlung einen ganz besonderen Platz bekommen.
Es gab Zeiten, Tage, Ganze Jahre wo ich andere Sachen hörte und Klaus etwas in den Hintergrund in anderen Zeiten sogar in Vergessenheit geriet.
Aber dann kamen wieder Zeiten wo ich die mitlerweile alten Sachen raus holte und spürte das sie mich immer noch begeistern.

Kenne bis heute nichts was ich mit der Musik von KS vergleichen könnte.

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The Bishop
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von The Bishop » Mo 17. Okt 2011, 00:45

Krass hat geschrieben: Habe mir dann alle 9 fehlenden Platten zu Weihnachten gewünscht.
Und alle 9 bekommen? Wow, solche Eltern hätte ich auch gern gehabt... :lol:
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DerTiefStapler
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von DerTiefStapler » Mo 17. Okt 2011, 13:42

Krass hat geschrieben: Dann habe ich in der Hörzu eine Kritik zu einem Kraftwerk Album gelesen, das die Tage neu erschienen ist.
Der Titel machte mich neugierig "Radioaktivität". Habs mir dann gekauft und war begeistert und habe mir dann die älteren Alben alle nach gekauft.

Eine Band entdeckte man hier und eine andere da.
Aber es waren andere Zeiten damals. Da war nichts mit googlen und im Internet recherchieren.
Man war auf den Zufall angewiesen. Auf das stöbern in Plattengeschäften. Das neugierig gemacht werden durch schöne Covergestaltungen.
Allenfalls gabs dann mal ein Buch mit dem Titel "Rock in Deutschland" wo erschienene Platten aufgelistet waren.

Kenne bis heute nichts was ich mit der Musik von KS vergleichen könnte.
Ich weiß nicht, wieviele deutsche Bands aus den siebziger Jahren noch mal durch dieses Buch so richtig Umsatz gemacht
haben. Aber genauso ging es mir auch. Kraftwerks Autobahn/Radioaktivität als Grundstein, dann natürlich Tangerine
Dream und zum krönenden Abschluß KS.

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Krass
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von Krass » Mo 17. Okt 2011, 14:02

@Bishop

Auf alle Fälle war es ganz grosse Bescherung.

Ich hatte natürlich das Geld bekommen und mir die Platten gekauft. Damals war das Geld noch mehr Wert und eine Platte viel günstiger als eine heutige CD.
Die gekauften Platten musste ich dann ungehört abgeben um sie an Weihnachten wieder ausgehändigt zu bekommen.

@Tiefstapler

Yep. Autobahn / Radioaktivität. Ab da habe ich dann jede neu erschiene Kraftwerk Platte gekauft.
Erinner mich noch gut wie ich den Trans Europa Express in den Händen hielt oder "Die Roboter" in der Hitparade kamen bevor das Album erschien.
70er Tangerine war sowieso ein Leckerbissen. Encore habe ich in einem kleinen Elektroladen gekauft. So gängig war die Musik damals

Bei Rock in Deutschland standen zwar viele Alben drinne.
Oft hat man die aber nicht bekommen. Ebay und Amazon gabs ja noch nicht.
Man war auch die Schallplattenbörse angewiesen.

Weiss noch wie interessiert ich an "Popol Vuhs - Affenstunde" und "Walter Wegemüllers Tarot" war.
Ohne diese Werke zu bekommen. Nicht mehr lieferbar und nicht neu aufgelegt. Es hat Jahrzehnte gedauert diese Lücken zu schliessen.
Affenstunde ist übrignes richtig gut. Da Florian Fricke hier noch den grossen Moog benutzt den er später KS verkauft.

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Hubble
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von Hubble » Do 27. Okt 2011, 00:55

Also bei mir hat alles angefangen, als mir vor 5 Jahren meine liebe Tante eine Kassette zum Geburtstag geschenkt hat. Sie hatte das Live Konzert von Tangerine Dream Ricochet 1 und 2 von einer Platte draufkopiert. Ich höre immer noch diese kleinen Nadelhupfer, die einfach dazugehören bei sowas :) Daran hab ich auch erkannt dass das Stück von einer Platte stammt.

Mein Pa kannte es schon etwas und machte mich drauf aufmerksam, noch bevor ich das Stück anhörte, dass am Schluss seltsame Industrielaute zu hören seien. da wurde ich natürlich neugierig. Ich fands sofort interessant, vorallem das Thema hab ich immer wieder gut im Gehöhr.

Ich fand diese elektronischen Sounds echt den Hammer, und hörte mir die Kassette sobald es ging immer wieder an. Dazu musste mein altes Walkman von Aiwa herhalten :D denn ich wollte es egal wo ich war anhören. Das Anspiel auf Klavier im zweiten Teil und dann das elektronische dazu fand ich einfach klasse.

Tja, das ging dann eine ganze Weile so, ich hatte noch kein Internet bei mir im Zimmer, deswegen wars immer nur diese Kassette.

Und dann, irgentwann, ich hatte mal wieder meinen üblichen Klavierunterricht Samsteg früh um 8h.
Ich betrat die Stube meines Klavierlehrers (ich weiss es noch ganz genau :) ), als ich die Treppe raufkam, vernahm ich schöne elektronische Klänge.
Das verwunderte mich weil doch mein Lehrer so ein Klassikliebhaber ist, er aber auch Mitglied einer Rockband ist.^^
Darauf fragte ich, was das denn für Musik wäre. Er antwortete: Klaus Schulze. Er sagte mir dass er das auch gern höre, obwohl ichs noch nie vorher bei ihm gehört hatte.

So, nun dachte ich mir wow, darüber muss ich mehr herausfinden.. Ich verglich das mit Ricochet und ich dachte, wenns davon noch mehr gibt, muss ich das mir mal anhören.
Ich war quasi sofort "verliebt" in diese Musik:).
Also fing ich an zu recherchieren. Ich ging sobald ich konnte auf google, bzw. deezer, und tappte mal den Namen ein. So die ersten Sachen die ich mir anhörte waren ein paar Tracks von Dosburg online, und ein wenig von Are you sequenced. das reichte mir schon ne Weile.

Damit verbrachte ich dann meine Abende vorm Pc und hörte mir das an. So nach und nach kam mir in den Sinn dass doch da ungeahnte Möglichkeitn offen sind.
Und von da an gings dann immer bergauf. Ich lud und lud und lud runter was ging, bis der MP3 Player voll war. Ich entdeckte immer neueres.
Nun gut, da war ich nun, allein mit meinem neuen Musikgeschmack. Niemand anders als mein Klavierlehrer hörte sich das an. Das ist leider heute immer noch so.

Und von da an ist mein MP3 Player zu 80% voll von Klaus' Musik. Und ich höre nicht auf, noch andere Alben, bzw. Tracks zu finden.
Ein grossartiges Stück wie Vanity Of Sounds hab ich noch nich so lange entdeckt.
Und zu allem Übel bin ich auch noch voller Astronomiefan, von daher hab ich DIE perfekte Musik dazu gefunden. Besser ambiente geht nicht :)

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S-K
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von S-K » Mi 9. Nov 2011, 18:59

Irgendwie stand doch vor mir noch etwas anderes vor kurzem. Wollte gerade schreiben bewegte ("Hippie")-vergangenheit :lol: :lol:
"A day without the music from Klaus Schulze is a lost day" S.K.

ambient
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von ambient » Do 8. Dez 2011, 04:30

Hubble hat geschrieben:
Und zu allem Übel bin ich auch noch voller Astronomiefan, von daher hab ich DIE perfekte Musik dazu gefunden. Besser ambiente geht nicht :)

@hubble, es gibt immer was besseres ! :-D

http://www.youtube.com/watch?v=yMVMB9Ha6jo

http://www.youtube.com/watch?v=VI_pHQFA5xU

gruß
ambient
To be lost in Reverie
Niemand ist so verrückt, das er nicht noch einen verrückteren findet, der ihn versteht.
(Friedrich Nietzsche)

AbuDaif
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von AbuDaif » Sa 10. Mär 2012, 12:35

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und habe durch Zufall dieses Forum entdeckt.
Die Musik von Klaus Schulze kenne ich nun seit 1979.
Wie es anfing?
Im Februar oder März 1979 war ich im Bundeswehrkrhs in Koblenz und im Krankenzimmer lernte ich einen KS-Fan durch Gespräche über Musik kennen.
Als wir wieder so weit genesen waren, daß wir uns vom Krhs. enfernen durften , schleifte mich mein Zimmerkollege zum nächsten Plattenladen und empfiel mir diese DoLP: Klaus Schulze's "X".
Diese gefiel mir von Anfang an und als ich dann wieder zu Hause war, habe ich sie mir gekauft.
Es blieb aber in diesem Jahr nicht die einzigste KS-Platte, bis zum Ende des Jahres 1979 habe ich alle Platten bis zu "X" dann gekauft.
So kam ich zu KS und bin seiner Musik bis jetzt treu geblieben :) .

Gruß
AbuDaif

Wurdarborn
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von Wurdarborn » Mo 9. Apr 2012, 23:44

Hallo!

Es war in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre, als mein bis dahin passives Interesse an elektronischer Musik sehr aktiv wurde. Depeche Mode, Kraftwerk, Cretu-Produktionen, Jean Michel Jarre, etc. waren mir schon bekannt. Ein Freund spielte mir dann Frühwerke von Tangerine Dream vor, mit denen ich mit Ausnahme des Stückes "White clouds" aber (noch) nichts anfangen konnte.

Wahrscheinlich im Zusammenhang mit dieser Tangerine Dream LP bin ich erstmals dem Namen Klaus Schulze begegnet und habe von ihm als Urgestein der elektronischen Musik gehört. Musik von ihm (mit Ausnahme eines, oder zweier Stücke vom ersten TD-Album) hatte ich aber noch nicht gehört.
1991 habe ich mir dann in Hamburg im WOM das Album "Beyond recall" gekauft, war aber nur mäßig begeistert. Lediglich das Stück "Brave old sequence" gefiel mir richtig gut; der Rest war irgendwie langweilig bis nervig.

1996 oder 1997 hat mir ein Musikerkollege dann das Album "Timewind" auf CD ausgeliehen, da er mich als Liebhaber des Sounds alter Stringmachines kennengelernt hat. Er sagte, wenn ich auf den Sound alter Stringensembles stehe, sollte ich mir mal dieses Album anhören, es würde mir sicher gefallen.
Den Sound des Albums empfand ich zunächst als etwas rauh und hart, war ich doch den butterweichen Klang meines Solina Stringsynthesizers gewöhnt. Außerordentlich gefallen haben mir aber die musikalischen Strukturen der Timewind und die kosmische Athmosphäre. Nach und nach gefiel mir Timewind immer besser und wurde neben Oxygene von J.M.Jarre schnell mein Lieblingsalbum.

Die eigene Timewind-CD war schnell gekauft und es ging weiter mit Body Love, Moondawn, Mirage und den anderen 70er Jahre Alben von Klaus Schulze. Danach habe ich mir seine 80er Jahre Alben angeschafft. Die 80er reichen meines erachtens bei Klaus Schulze zwar nicht an die einzigartige Athmosphäre und Sounds seiner 70er Alben heran, dennoch gefallen mir viele seiner 80er Alben sehr gut.

Die 90er Jahre Alben hingegen sind nicht so mein Ding. Klaus Schulzes Sampling-Phase empfinde ich als aufdringlich, nervig und man hört zu oft dieselben blöden Sounds. Lediglich "In Blue" gefällt mir sehr gut und stellenweise "Beyond recall". Ab den Contemporary Works macht Klaus´Musik wieder richtig Spaß.

Grüße

Wurdarborn

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moon
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von moon » So 3. Mär 2013, 13:13

Moin,

der ältere Bruder eines Schulfreundes hatte eine recht umfangreiche Krautrock-Sammlung. Nachdem er sich von mir angehört hatte, daß ich Oldfield und Jarre mochte, machte er mich auf Tangerine Dream aufmerksam: Die "Encore" gelangte auf ein Tape und begeisterte mich sofort. Wow! Das ist ja mal noch eine ganz andere Klasse als Jarre. Als ich dann fragte, ob er noch mehr in der Richtung habe, meinte er "dann könnte Dir Klaus Schulze auch gefallen...". Er nahm mir zunächst die "timewind" auf - und es ward um mich geschehen ;) Ich war hin- und wech, das war ja mindestens so gut wie "Encore". Sehr bald mußte seine zweite KS-Platte - "moondawn" - ebenfalls auf Tape. Das war ja völlig... abgefahren und weit jenseits dessen, was ich bisher gehört hatte. Das muß so ca. 1980 gewesen sein... da war ich 14.

Viel gab es im Bekanntenkreis leider nicht "abzugreifen" und nach und nach kaufte ich mir jede KS-Platte, derer ich habhaft werden konnte. Als "Schöler" geht das nicht so schnell, und es gab doch immerhin schon mehr als 10 Stück davon... Später (viel später) wurde nach und nach alles nochmal als CD gekauft.

Die Begeisterung für KS ist bis heute geblieben, wohingegen andere, früher nahezu gleichrangig favorisierte Musiker doch stark nachgelassen haben: Was Jarre seit der "Concerts in China" gemacht hat, kann mich nicht mehr begeistern, Tangerine Dream machen für mich schon lange keine Musik mehr und Oldfield tubulisiert seit der "Amarok" (für mich die letzte wirklich geniale Platte) nur noch im eigenen früheren Ruhm oder er klimpert eher langweilig herum. Plumpudding Bells XXXVIII erscheint dann auch irgendwann...

Klaus Schulze macht bis heute immer sein eigenes "Ding". Da sind auch mal Platten dazwischen, denen ich nichts abgewinnen kann - wenn ich hier sage "Totentag" finde ich, gelinde gesagt, sehr schwierig, dann habe ich ja einen beträchtlichen Teil des Forums "ganz bei mir". Bei anderen Platten hingegen ziehe ich mir hingegen den Unmut der Leser zu. Das wird sicher ganz spaßig sein hier und dort - und ist ja immer eine Geschmacksfrage, wobei man über Geschmack nicht streiten kann. Das lange Warten auf Godo^h^h^h^h die Duke Nukem forever^w^w^w Vaporware^w "Shadowlands" hat sich für mich sehr gelohnt, mir gefällt sie außerordentlich, das ist seit "ion" endlich wieder "mein" KS. :D Es ist praktisch wurscht, was KS künftig macht und ob er überhaupt noch was macht - er hat mir schon so viel wunderschöne Musik geschenkt (naja... ok... nicht geschenkt), das kann er gar nicht mehr "herunterreissen".

Allerdings gibt's da etwas, was mir doch misfällt - und das ist nicht die Musik an sich, sondern die Veröffentlichungs"politik". Ich bin bei der "Ultimate Edition" ausgestiegen, alles zu kaufen, was da herausgebracht wird. Die UE bestand aus drei Box-Sets, die ich bereits hatte und wegen 5 neuer CDs sollte ich den gesamten Sermon nochmal kaufen?! Ne. Da habe ich erstmals verzichtet. Das empfand ich als Unverschämtheit den treuen "Fans" gegenüber. Auch was ich hier im Forum über die Rererereleases lese, läßt teils meine Zehnägel bis zu den gesträubten Nackenhaaren kräuseln (Tonwelle) - das reissen die "wunderschönen Booklets" nicht heraus. Was bin ich froh, da beizeiten alles im Original zum Erscheinungsdatum gekauft zu haben (teils Brain, Metronome, IC, Thunderbolt, Zyx...). Und LVE? Ist das jetzt dasselbe "Zeuch" zum vierten oder fünften mal? Tut mir leid, da kann ich nicht folgen und sehe keinen Sinn darin. Bei der "moondawn - the original master" sah ich es ja noch ein, da hatte es einen musikalischen Wert, aber die ganzen anderen Stapel... nö, sorry, bin ich nicht bei. Auch die "Dark Side Of The Moog"-Serie ist hier unvollständig - das Zeug mit Namlook fand ich dann über eine zu lange Serie zu... langweilig bis lahm.

Ich hoffe, ich darf hier trotzdem mitdiskutieren - und muß nicht ohne Füße ins Bett... :shock:

Gruß Moon

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The Bishop
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von The Bishop » Mo 4. Mär 2013, 01:22

moon hat geschrieben:Und LVE? Ist das jetzt dasselbe "Zeuch" zum vierten oder fünften mal? Tut mir leid, da kann ich nicht folgen und sehe keinen Sinn darin.
...
Ich hoffe, ich darf hier trotzdem mitdiskutieren - und muß nicht ohne Füße ins Bett... :shock:
Hi Moon, willkommen bei unserem kleinen, feinen Haufen. ;)

Natürlich darf jeder seine Meinung und seine Lieblings- und Geht-gar-nicht-Alben haben, behalt also deine Füße, wir wollen sie nicht haben :lol:

Das Problem mit der Veröffentlichungspolitik sehe ich nicht so krass wie du - es zwingt dich ja niemand, irgendetwas zu kaufen. Es hat ja nun auch nicht jeder das Glück, eine der limitierten ULTIMATE EDITIONS bekommen zu haben - da ist es doch prima, dass die jetzt die Möglichkeit haben, diese tolle Musik legal zu kaufen (statt irgendwo zu kopieren oder auf Ebäh unverschämte Summen dafür zu bezahlen). Und die paar Bonustracks, die dir als Besitzer der UE fehlen würden, kann man für kleines Geld bei iTunes oder Amazon runterladen.

Schau auch gerne mal bei unserer Facebook-Gruppe vorbei - da ist noch ein bissl mehr los, als hier im Forum :mrgreen:
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von Tobias » Mo 4. Mär 2013, 10:21

Toll, Deine ausführliche Vorstellung! Hier sind wohl einige mit einer ähnlichen Geschichte ...
moon hat geschrieben:Die Begeisterung für KS ist bis heute geblieben, wohingegen andere, früher nahezu gleichrangig favorisierte Musiker doch stark nachgelassen haben:[...]
Das geht mir ganz genauso. Eine späte Entdeckung, zu einer Zeit, da ich fast nur noch Klaus Schulze hörte, war für mich dann noch Steve Reich. Der kommt zwar mehr aus der akademisch-"ernsten" Ecke, macht aber auch feine Sequenzermusik. Er kommt allerdings ohne Maschinen aus, seine Musiker müssen es halt vom Blatt spielen. (Im Rheingold-Interview erzählt Klaus von einem Steve-Reich-Konzert, das ihn schlicht ungehauen hat.)

Auch was Du zu Shadowlands schreibst, spricht mir aus dem Herzen. Mögen viele enttäuscht sein, mir gefällt dieser unaufgeregte, gelassene Schulze sehr gut.

Danke für Dein Erzählen!

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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von moon » Di 5. Mär 2013, 08:24

The Bishop hat geschrieben:Das Problem mit der Veröffentlichungspolitik sehe ich nicht so krass wie du - es zwingt dich ja niemand, irgendetwas zu kaufen. Es hat ja nun auch nicht jeder das Glück, eine der limitierten ULTIMATE EDITIONS bekommen zu haben - da ist es doch prima, dass die jetzt die Möglichkeit haben, diese tolle Musik legal zu kaufen (statt irgendwo zu kopieren oder auf Ebäh unverschämte Summen dafür zu bezahlen). Und die paar Bonustracks, die dir als Besitzer der UE fehlen würden, kann man für kleines Geld bei iTunes oder Amazon runterladen.
Mir wurde sogar das unwahrscheinlich große Glück zuteil, eine der limitierten, nummerierten und handsignierten Silver Editions ergattern zu können. Obwohl mir an der Signatur nicht sonderlich gelegen ist, sowas bedeutet mir nichts. Als ich Klaus Schulze am Hücker Moor traf, unterhielt ich mich lieber mit ihm (um festzustellen, daß er mit einem einzelnen Hörer seiner Musik genau so nett und unterhaltsam plaudert wie in einem (Radio-)Interview für ein großes Publikum mit dem Moderator), statt mir nur ganz schnell eine Platte signieren zu lassen, wie es etliche andere dort taten (meist die Mirage...).

Es hapert ja nicht am Glück, ich hätte die UE halt beizeiten bestellen können seinerzeit, allein, es mangelte an der "Einsicht". Nun - ich muß zu meiner Schande gestehen, daß das Filesharing-Zeitalter damals nicht völlig spurlos an mir vorüber gegangen ist... Bei Apple krieg' ich leider Ausschlag, doch bei amazon habe ich so einige mp3s gekauft (immerhin, knapp 8 GB) - bis die meinten das mp3-Kauferlebnis "verbessern" zu müssen.
Schau auch gerne mal bei unserer Facebook-Gruppe vorbei - da ist noch ein bissl mehr los, als hier im Forum :mrgreen:
Das kann nicht passieren, da ich eine Facebook-Allergie habe. :evil: Da bin ich so eingestellt wie Lenny, den ich noch aus Fidonet-Zeiten kenne...
Tobias hat geschrieben:Eine späte Entdeckung, zu einer Zeit, da ich fast nur noch Klaus Schulze hörte, war für mich dann noch Steve Reich. Der kommt zwar mehr aus der akademisch-"ernsten" Ecke, macht aber auch feine Sequenzermusik. Er kommt allerdings ohne Maschinen aus, seine Musiker müssen es halt vom Blatt spielen. (Im Rheingold-Interview erzählt Klaus von einem Steve-Reich-Konzert, das ihn schlicht ungehauen hat.)
Müßte ich mal probehören, doch mit klassischer Instrumentierung habe ich schon immer so meine "Probleme" gehabt: Die Klänge sind mir meist zu langweilig. Sicher gibt's da auch Ausnahmen... Jon Lord (R.I.P.) konnte gut ein Orchester einsetzen, allerdings wurde da immer mit Rockinstrumenten gemischt.

Was Klaus Schulze mag, hat nicht unbedingt sonderlich viel zu sagen. Der hört doch Wagner. Finde ich grauenhaft. Lieber 10 mal Totentag hintereinander wech als ein so'n Ding von Wagner... :D

jb99
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von jb99 » Di 5. Mär 2013, 09:36

Hallo,
ich bin neu hier im Forum und möchte kurz erzählen, wie ich zur Musik von Klaus Schulze gekommen bin. Ich bin Jahrgang 1964 und mein Cousin, der 2 Jahre älter ist, hatte Mitte der 70er Jahre schon eine kleine aber feine Sammlung von Krautrock Platten. Auf diese Weise habe ich Bands wie Kraan, Novalis, Amon Düül oder Can kennenlernen können. Er hatte außerdem eine LP mit einem außergewöhnlchen Cover, es war die Blackdance von einem Künster mit Allerweltsnamen: Klaus Schulze. Ich habe mir diese Platte damals nicht angehört, mir aber den Namen gemerkt. Irgendwie hatte mich das angesprochen. 1979 bin ich dann durch irgendeinen Zufall an die Dune herangekommen. Meiner Erinnerung nach war das sogar die 1. Langspielplatte, die ich käuflich erworben habe, neben Unmengen von Singles. Die A-Seite hat mich völlig fasziniert und ist bis heute eine meiner Favoriten. Zur B-Seite hatte ich überhaupt keinen Zugang. 1980 hab ich dann die Live gekauft und dann ganz schnell die alten Alben, die ich weitestgehend alle noch in der LP-Fassung besitze. 1981 konnte ich Klaus Schulze dann das erste Mal live erleben (zusammen mit Manuel Göttsching) und 1983 und 1985 dann wieder. Kleine Anekdote: 1985 war ich mit einem Freund auf dem Konzert im Spektrum in Castrop-Rauxel. Da die Musk sehr rhythmisch war, haben wir dort gut abgefeiert. Dann kam jemand zu meinem Freund und sprach mit ihm. Ich habe ihn dann gefragt, was der denn wollte. Er sagte, der Typ hätte erzählt er wäre der Tourmanager von Schulze und ob wir Lust hätten nach dem Konzert Backstage zu kommen. Wir haben uns dann kaputtgelacht über den "Wichtigtuer". Gegen Ende des Konzerts wurde uns dann aber klar, dass der das ernst meinte. Wir sind dann tatsächlich in den Backstagebereich gekommen und ich konnte Klaus persönlich kurz kennenlernen. Das war schon ein eindrucksvolles Erlebnis.
1981-1988 habe ich dann einen Synthesizer-Kurs an der VHS besucht und versucht, selbst Musik mit Synthesizern machen zu können.
Nach 1985 konnte ich aber mit den Studioalben nicht mehr so viel anfange, die Musik fing an mich zu langweilen.
Parallel zu Klaus Schulze habe ich auch Tangerine Dream kennengelernt. Auch hier war so Mitte der 80er die Luft raus. Es fing an mich zu langweilen.
Ich habe mich dann jahrelang nicht mehr mit Elektronischer Musik beschäftigt.
Anfang 1994 bin ich dann am Bahnhof über eine Ausgabe des Record Collector gestolpert wo über die Silver Edition berichtet wurde. Vor allem sollten dort ja alte Konzert-Aufnahmen aus den 70er mit dabei sein. Ich war sofort Feuer und Flamme und habe Mario Schönwälder kontaktiert. Der teilte mir dann leider mit, dass alle Ausgaben ausverkauft seien. Meine Enttäuschung war grenzenlos. Bis ich 2 Wochen später eine weitere Mitteilung bekam, dass doch noch 1 Exemplar zur Verfügung stehen würde. Dieses habe ich sofort gekauft und bin seitdem wieder aufmerksamer Beobachter der Aktivitäten von Klaus Schulze. 1997 war ich dann auf dem grandiosen Konzert im Duisburger Landschaftspark. Ein unvergessliches Erlebnis, von dem ich auch einige Fotos besitze, man durfte wirklich sehr nach an ihn ran.
2008 war ich dann auf der Loreley und konnte TD und KS an einem Tag erleben. 2009 war ich auf dem Konzert in der Essener Lichtburg, wo Klaus leider krankheitsbedingt fehlte.
Seit meiner Wiederentdeckung 1994 begleitet die Musik von KS mich ständig, ich habe so gut wie alles gekauft, was veröffentlicht wurde. Ich bin wirklich dankbar, dass vor allem so viel Unveröffentlichtes herausgekommen ist.
Ich wünsche mir, dass er gesundheitlich in der Lage ist, uns noch viele Jahre musikalisch zu beglücken. Vielleicht besteht ja auch nochmal die Gelegenheit, ihn in Deutschland live zu sehen.
Neben elektronischer Musik, vor allem Berliner Schule, höre ich viel Klassik, vor allem Kammermusik sowie Jazz und „normale“ Rockmusik. Außerdem mache ich selbst Musik mit Synthesizern.
Gruß
Jürgen (aus Düsseldorf)

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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von Tobias » Di 5. Mär 2013, 09:49

moon hat geschrieben:Was Klaus Schulze mag, hat nicht unbedingt sonderlich viel zu sagen. Der hört doch Wagner. [...]
Ich glaube zu verstehen, was Du meinst. Seine Schwärmerei für die Bee Gees ist mir zum Beispiel auch völlig fremd. Und ein Extrem ist für mich Goes Classic: Ich habe nichts gegen Adaptionen oder Neuinterpretationen, was mich an Goes Classic wirklich entsetzt, ist die gedankenlose Auswahl der Vorlagen, die an Oberflächlichkeit, Seichtigkeit und Banalität nicht zu übertreffen ist. Aber irgendwo sagen seine Vorlieben eben doch etwas über ihn: Klaus ist auch hier sehr unvoreingenommen, und so kann er Musik von Madonna über Wagner bis hin zu Arvo Pärt mögen, auch wenn wir das nicht verstehen.

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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von Stardancer » Sa 16. Mär 2013, 19:45

Ich kam zu Klaus Schulze über Tangerine Dream. Mein Vater hatte im Bekanntenkreis zwei Freunde, die total auf Tangerine Dream und Klaus Schulze standen. Das war in den 70ern. Mein Vater hatte sich damals vieles auf Kassette aufgenommen, aber selber keine Platten von TD oder Schulze.

Irgendwann Mitte der 80er verkaufte einer von beiden seine ganze LP Sammlung für wenig Geld, um sich alles auf CD zu kaufen. Mein Vater kaufte ihm viele Tangerine Dream Alben ab, alle für 5 Mark das Stück, unter anderem die originalen Electronic Meditation und Zeit, ebenso sämtliche Edgar Froese Alben. Von Klaus Schulze allerdings nur die Picture Music. Wahrscheinlich waren alle anderen LPs schon verkauft.

So kam ich zu Tangerine Dream. Ich war 14 oder 15 und mich faszinierten diese mystischen Cover und die abgefahrenen Titel. Zu diesem Zeitpunkt hörte ich sehr viel progressive Musik wie Pink Floyd, Genesis usw. Aber ich nahm immer wieder diese seltsamen Tangerine Dream LPs aus dem Regal und hörte rein und was ich hörte faszinierte mich sehr. Richtig "Klick" gemacht hat es dann als ich das erste mal bewusst "Tangram" hörte. Deswegen ist diese Platte bis heute meine Lieblings LP.

Ich begann jetzt sehr schnell alles von Tangerine Dream zu sammeln. Mittlerweile war es anfang der 90er Jahre. Innerhalb von nur zwei Jahren hatte ich die meisten Studio und Live Alben auf CD. Trotzdem hörte ich die nächsten Jahre auch noch viel andere Musik, da damals die Indie-Welle aufkam und es auch da viele Bands gab, die ich mochte.

Ende der 90er dann fand ich in einem Plattenladen die "Near Dark" LP von Tangerine Dream. Viele Soundtracks hatte ich noch nicht, damals gab es noch kein Internet und sie waren, weil sie meist bei kleinen Labels aus den USA erschienen waren in normalen Läden nicht erhältlich. Ich war so begeistert von dieser LP, das ich mir im gleichen Laden noch alle anderen Soundtrack LPs kaufte, die mir von TD noch fehlten. Das führte dazu, das mein Interesse an Tangerine Dream wieder verstärkt wurde.

Jetzt begann ich, nachdem ich nun alle offiziellen Platten hatte auch Bootlegs zu sammeln. Mittlerweile hatte ich auch Internet und das machte die Sache etwas einfacher. Ich begann mich auf Konzerten mit anderen Fans auszutauschen. Das führte dazu, das ich nun auch begann, die Solo LPs der ex-Mitglieder zu sammeln. Und so kam ich dann auch zu Klaus Schulze.

Ich besuchte seine Homepage und stellte fest, das er einen ebenso enormen Output an Platten hat wie Tangerine Dream. Also bestellte ich bei Amazon meine ersten Klaus Schulze CDs, das waren "X" und "Timewind". Das war so um 2002. Innerhalb kurzer Zeit hatte ich die meisten Schulze CDs bestellt. Ein paar Jahre später kaufte ich auf ebay die originale Silver und Historic Editions und die beiden CW sets. Mittlerweile habe ich von Schulze so ziemlich alles, manches sogar doppelt oder dreifach.

Mittlerweile find ich Klaus genauso gut wie Tangerine Dream, manchmal sogar etwas besser :D

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The Bishop
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Re: Wie ich zu Klaus Schulze kam...

Beitrag von The Bishop » Do 21. Mär 2013, 03:37

Stardancer hat geschrieben: Mittlerweile find ich Klaus genauso gut wie Tangerine Dream, manchmal sogar etwas besser :D
Brav...DAS will ich hören :lol:
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